Architettura Sonora CYLINDER TALL

Auf einem Empfang wird gestanden, nicht gesessen – und dort entscheidet sich, ob eine Beschallung angenehm wirkt oder anstrengend. Der Architettura Sonora CYLINDER TALL ist die aufragende Variante der zylindrischen Standlautsprecher und hebt den Klang nahe an die Ohrhöhe stehender Zuhörer. Sein 6-Zoll-Koaxialtreiber überträgt von 54 bis 20.000 Hertz und strahlt rundum ab, sodass es von allen Seiten gleich klingt; die Zweiwege-Weiche sitzt im Gehäuse, zusätzliche Elektronik braucht es nicht. Durch die größere Bauhöhe wird die Säule zugleich zu einem vertikalen Akzent, der einen Raum oder einen Außenbereich gliedert. Als Solitär neben dem Eingang, paarweise flankierend an einer Sitzgruppe oder in Reihe entlang einer Achse. Der massive Werkstoff aus Beton oder Marmor gibt ihr sicheren Stand und macht sie frostfest außentauglich, sodass sie ganzjährig draußen bleiben darf. Gefragt ist sie, wo überwiegend gestanden wird: Empfang, Stehbar, Eingang, Zeile entlang einer Freifläche. Für Sitzbereiche genügt die niedrigere Säule der Reihe.
| Bauart | Hoher zylindrischer Standlautsprecher (Beton/Marmor) |
|---|---|
| Treiber | 6" Koaxial (Full-Range) / optional 6" Woofer (Sub-Version) |
| Hochtöner | koaxial integriert |
| Frequenzgang | Full-Range 54 – 20.000 Hz (-6 dB) / Sub 50 – 150 Hz (-6 dB) |
| Belastbarkeit | 300 W max / 150 W RMS |
| Impedanz | 8 Ω |
| Wirkungsgrad | ca. 89 dB (1 W / 1 m) |
| Abmessungen | H 55 cm × Ø 22 cm |
| Gewicht | 23 kg (Beton) / 25 kg (Marmor) / 20 kg (Terrakotta) laut Produktseite; Datenblatt 2025: 24 kg |
| Besonderheiten | Zweiwege-Weiche onboard (Full-Range); Sub-Ausführung mit 6" Woofer; erhöhte Bauhöhe; optional Lichtstimmung; Sub ohne Weiche: DSP erforderlich (Werkseinstellungen auf Anfrage); Sub mit Weiche onboard: LP = 150 Hz, 12 dB/Okt. Lichtstimmung optional (LED-Modul 1 × 7 W, 7 W, 2700/3000 K, IP65, externes Netzteil 100 – 240 V ac / 24 V dc, nicht dimmbar, Schutzklasse 2). Hochohmig (High-z) onboard optional: 70 – 100 V, 30 – 60 W. Empf. Endstufe 200 W (Class D) |
Bei einem Empfang, einer Vernissage oder einem Sommerfest stehen die Gäste. Kommt die Musik dann aus Kniehöhe, wird sie von Beinen, Kleidung und Möbeln geschluckt, und man dreht lauter, um überhaupt etwas zu hören – bis die Unterhaltung schwierig wird. Der Architettura Sonora CYLINDER TALL setzt genau dort an. Seine größere Bauhöhe bringt den Treiber deutlich weiter nach oben, näher an die Ohren stehender Personen, sodass der Schall einen freien Weg hat. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Bei gleicher gefühlter Lautstärke lässt sich der Pegel niedriger fahren, weil weniger unterwegs verloren geht. Gespräche bleiben möglich, die Musik ist trotzdem präsent. Der 6-Zoll-Koaxialtreiber strahlt dabei rundum ab, was in einer Menge von Menschen der entscheidende Punkt ist: Niemand steht akustisch im Abseits, egal wo er sich hinstellt. Von 54 bis 20.000 Hertz ist alles vorhanden, was Musik trägt. Unterhalb dieser Marke fehlt das tiefste Fundament, was bei Hintergrundmusik nicht auffällt, bei elektronischer Musik aber ein Grund wäre, einen Subwoofer der Familie zu ergänzen. Bei Gesprächsmusik auf einem Empfang spielt dieser Bereich ohnehin kaum eine Rolle, weil er im Stimmengewirr untergeht.
Die Höhe macht die Säule auch gestalterisch zu etwas anderem als ihre kleineren Geschwister. Sie ordnet sich nicht unter, sondern setzt einen bewussten vertikalen Akzent. Neben einem Eingang platziert, markiert sie den Zugang und beschallt gleichzeitig den Bereich davor. Paarweise links und rechts einer Sitzgruppe rahmt sie den Aufenthaltsort. In Reihe entlang eines Wegs oder einer Terrassenkante gliedert sie eine lange Fläche in nachvollziehbare Abschnitte und sorgt zugleich dafür, dass überall etwas ankommt. In einem Foyer mit hoher Decke gleicht sie aus, was Deckenlautsprecher dort selten schaffen: Nähe. Auch hier gehört eine ehrliche Einordnung dazu. Eine hohe Säule ist auffälliger als ein niedriger Zylinder, und sie will bewusst gesetzt werden – zufällig in eine Ecke gestellt wirkt sie verloren. Wo das Raumbild bewusst ruhig bleiben soll und niemand ein aufragendes Objekt möchte, sind die niedrigeren Modelle der Familie die bessere Wahl. Wer dagegen ohnehin einen Akzent sucht, bekommt hier ein Element, das gestalterisch und akustisch zugleich arbeitet. Zwei aufragende Säulen an den richtigen Stellen ersetzen oft eine ganze Reihe kleinerer Quellen und wirken dabei ruhiger.
Akustisch nutzt der CYLINDER TALL dieselbe Basis wie die übrigen Modelle der Reihe. Ein einzelner Sechs-Zoll-Treiber, bei dem hohe und tiefe Töne aus derselben Öffnung kommen, deckt den Musikbereich vollständig ab. Stimmen bleiben deshalb auch dann klar geortet, wenn man an der Säule vorbeigeht. Sie mag einen Verstärker mit etwas Kraft, verlangt aber kein Spezialgerät; ausreizen werden Sie ihre Reserven im Garten ohnehin nie. Weil die Weiche bereits im Körper sitzt, entfällt jede zusätzliche Technik – ein Lautsprecherkabel genügt, und die Säule spielt. Optional gibt es sie als Sub-Version mit einem 6-Zoll-Tieftöner von 50 bis 150 Hertz, wenn eine gleich aussehende Säule das Bassfundament übernehmen soll. Auf Wunsch lässt sich eine Lichtstimmung integrieren, die den Zylinder am Abend zeichnet und ihn endgültig zu einem Gestaltungselement macht. Der längere Körper hat nebenbei einen akustischen Vorteil: Mehr Volumen im Gehäuse hilft dem Treiber im unteren Bereich, weshalb die hohe Variante trotz gleicher Bestückung oft etwas souveräner wirkt, sobald es im Freien lauter zugeht. Wer zwischen den beiden Höhen schwankt und überwiegend draußen hört, fährt mit der aufragenden Variante deshalb meist besser.
Bei einer hohen, schlanken Säule verdient der Stand mehr Aufmerksamkeit als bei niedrigen Modellen. Der Untergrund sollte eben und tragfähig sein; auf weichem Rasen empfiehlt sich eine Platte, damit die Säule nicht schief einsinkt. Ihr Eigengewicht aus massivem Beton oder Marmor sorgt dann dafür, dass sie auch bei Wind und in einer belebten Umgebung sicher steht. Transportieren sollten Sie sie zu zweit – die Länge macht es unhandlicher, als das Gewicht vermuten lässt. Ist der Platz gefunden, bleibt die Säule dort in der Regel für Jahre. Der frostfeste Werkstoff macht sie ganzjährig außentauglich, ein Einlagern im Winter entfällt vollständig. Über die Zeit verändert sich Beton ein wenig: Die Oberfläche wird offener und matter, was viele Menschen als Gewinn empfinden, weil das Material dadurch natürlicher wirkt. Marmor bleibt unverändert. Beide altern jedenfalls würdiger als lackierte Gehäuse, die nach wenigen Sommern kreiden. Zur Pflege genügt gelegentlich Wasser und ein Tuch, mehr verlangt die Säule über ihre gesamte Nutzungsdauer nicht. Ein kurzer Blick auf den Stand nach dem Winter lohnt sich allerdings, falls sich der Untergrund über die lange Frostperiode gesetzt haben sollte.