James Loudspeaker AT32-System ST8/AMP8.1

Auf einer Dachterrasse oder in einem offenen Innenhof arbeitet der Wind gegen jede Anlage. Er trägt Schall fort, und weil er hohe Frequenzen stärker mitnimmt als tiefe, klingt Musik von weitem nicht nur leiser, sondern auch dumpf. Dagegen hilft weder mehr Lautstärke noch ein größerer Lautsprecher, sondern kurze Wege: viele kleine Quellen, nah an den Menschen. Das AT32-System mit ST8 ist genau so zusammengestellt. Mehrere AT32-Satelliten mit 3-Zoll-Aluminiumtieftöner und 0,75-Zoll-Kalotte verteilen sich über die Fläche, ein ST8-Erdsubwoofer mit 8-Zoll-Chassis ergänzt den Bereich darunter und verschwindet im Boden. Zusammen reicht das Set vom Grundton, den man im Boden mehr spürt als hört, bis zu den feinsten Details eines Beckenschlags. Der Verstärker AMP8.1 gehört dazu und versorgt eine Zone. Weil alle drei Bausteine aufeinander abgestimmt geliefert werden, entfällt die Auswahl im Einzelnen. Setzen Sie die Satelliten eng und nehmen Sie den Pegel zurück. Gefragt ist es auf kleinen, windigen Flächen.
| Bauart | Komplettes Garten-/Landschaftslautsprecher-System (All-Terrain Series): Satelliten + Erdsubwoofer + Verstärker |
|---|---|
| Treiber | AT32-Satelliten mit 3" (76 mm) Aluminium-Tieftöner + ST8-Erdsubwoofer mit 8" (203 mm) Aluminium-Chassis (Compression-Bandpass) |
| Hochtöner | 0,75" (19 mm) Aluminium-Kalottenhochtöner je Satellit |
| Frequenzgang | ca. 28 Hz – 20 kHz (±3 dB) · System: AT32-Satelliten 100 Hz – 20 kHz + ST8-Subwoofer 28 Hz – 180 Hz |
| Belastbarkeit | AT32-Satelliten je 25–50 W; ST8-Subwoofer über Systemverstärker |
| Impedanz | 4 Ω / 70 V (je nach Auslegung, über Systemverstärker) |
| Wirkungsgrad | AT32 87 dB / ST8 87 dB (2,83 V / 1 m) |
| Einbautiefe | ST8-Subwoofer zur Direktvergrabung im Erdreich |
| Abmessungen | ST8-Subwoofer ca. 267 × 278 × 267 mm; AT32-Satelliten je ca. 99 × 99 × 178 mm |
| Gitter und Oberfläche | Aluminium; Satelliten in 16 Standardfarben + Sonderfarben |
| Besonderheiten | kompaktestes AT-System: mehrere AT32-Satelliten + ein ST8-Erdsubwoofer + Verstärker AMP8.1 (einzonig, eine Zone); Subwoofer unsichtbar im Boden; für kleine Gärten, Innenhöfe, Dachterrassen |
Auf einer exponierten Fläche passieren zwei Dinge gleichzeitig. Zum einen fehlt jede Begrenzung: Was ein Lautsprecher abgibt, verschwindet in den offenen Himmel, statt von Wänden oder Bepflanzung teilweise zurückzukommen. Man braucht dort spürbar mehr Aufwand für dasselbe Ergebnis als in einem umbauten Innenhof. Zum anderen bewegt sich die Luft, und bewegte Luft verschiebt Schall in ihre Richtung. Bei auflandigem Wind hört man auf der windabgewandten Seite deutlich weniger. Und weil hohe Frequenzen empfindlicher reagieren als tiefe, verliert die Musik zuerst ihre Klarheit. Stimmen wirken dumpf, obwohl der Pegel eigentlich stimmt. Die naheliegende Reaktion, einfach lauter zu stellen, verschlimmert das Problem meist, weil dann alles, was der Wind wegträgt, bei den Nachbarhäusern ankommt. Der bessere Weg ist, die Wege kurz zu halten: mehrere kleine Satelliten unmittelbar an den Sitzbereichen, jeder mit geringer Lautstärke. Genau darauf ist dieses System ausgelegt, das mit den kleinsten Satelliten der Reihe arbeitet und sie in größerer Zahl über die Fläche verteilt. Was dabei zunächst nach Aufwand aussieht, ist in Wahrheit der einzige Weg, auf einer offenen Fläche zu einem ruhigen, gleichmäßigen Ergebnis zu kommen.
Das AT32-System ST8/AMP8.1 ist für kleine Außenbereiche gedacht, in denen wenig Platz und viel Wetter zusammenkommen. Eine Dachterrasse über der Stadt, ein Innenhof zwischen hohen Fassaden, ein schmaler Balkonstreifen mit Sitzgruppe. Die kleinen AT32-Satelliten fallen zwischen Pflanzkübeln und Sitzmöbeln kaum auf und lassen sich dicht an den Aufenthaltsbereichen setzen, was auf windigen Flächen der entscheidende Punkt ist. Der einzonige AMP8.1 steuert alles über eine gemeinsame Quelle und eine Lautstärke, was auf einer überschaubaren Fläche vollkommen genügt und die Bedienung einfach hält. Bei den Grenzen bleibt zu sagen: Für weite Grundstücke mit großen Abständen ist dieses Set zu klein, dafür gibt es die Systeme mit den 4- und 6,5-Zoll-Satelliten. Und der ST8 muss vergraben werden, was auf einer Dachterrasse nur dann geht, wenn ein ausreichend tiefes Substratbeet oder eine entsprechende Aufbauhöhe vorhanden ist. Wo das nicht der Fall ist, sollte die Einbaumöglichkeit vor der Entscheidung geklärt werden. Auf einer reinen Plattenterrasse ohne Substrataufbau ist ein Erdsubwoofer schlicht nicht unterzubringen, und dann ist ein anderes Konzept die ehrlichere Antwort.
Das Set nimmt Ihnen die Abstimmung ab, die bei Einzelkomponenten die eigentliche Arbeit ist. Die AT32-Satelliten übernehmen Mitten und Höhen mit je einem 3-Zoll-Aluminiumtieftöner und einem sehr kleinen Hochtöner daneben. Jeder einzelne verträgt bis zu 50 Watt, wovon auf einer Dachterrasse mit kurzen Abständen nur ein Bruchteil gebraucht wird. Darunter arbeitet der ST8 mit einem 8-Zoll-Aluminium-Chassis in Compression-Bandpass-Bauweise. Diese Bauform ist der Grund, warum ein vergrabener Subwoofer überhaupt funktioniert: Der Schall wird über eine Kammer geführt und tritt durch eine kleine Öffnung an der Oberfläche aus, sodass das eigentliche Gehäuse vollständig im Boden bleiben kann. Ab rund 28 Hertz ergänzt er den tiefen Grund, den die kleinen Satelliten konstruktionsbedingt nicht liefern. Der AMP8.1 treibt beides als eine gemeinsame Zone. Weil die Leistungsverteilung zwischen Satelliten und Subwoofer werksseitig festgelegt ist, entfällt die sonst übliche Suche nach der passenden Kombination, und beide bestehen aus wetterfestem Aluminium. Für einen kleinen Außenbereich ist das eine erhebliche Vereinfachung, weil die gesamte Planung auf die Frage zusammenschrumpft, wo die Satelliten stehen sollen.
Für windige Flächen haben sich einige Handgriffe bewährt. Setzen Sie die Satelliten so nah wie möglich an die Sitzbereiche, gern in Pflanzkübel oder an Brüstungen. Und richten Sie sie zur Fläche hin aus, nicht nach außen über die Kante. Verteilen Sie lieber vier kleine Lautsprecher als zwei größere, weil sich damit auf der ganzen Fläche eine gleichmäßige Lautstärke einstellt. Klären Sie die Einbausituation für den ST8 vor der Bestellung: Er wird direkt im Erdreich vergraben und braucht dafür eine ausreichende Aufbauhöhe; auf einer Dachterrasse betrifft das Substratstärke, Abdichtung und Traglast, was mit der Fachplanung abzustimmen ist. Für den Verstärker suchen Sie einen geschützten, belüfteten Platz im Innenbereich. Stellen Sie zum Schluss die Lautstärke nicht bei Windstille ein, sondern an einem typischen Tag, und prüfen Sie das Ergebnis auch an der windabgewandten Seite der Fläche. Fällt der Unterschied groß aus, hilft ein zusätzlicher Satellit mehr als jede Anhebung des Pegels. Auf einer Dachterrasse gilt das ausnahmslos, weil lauter zu stellen dort immer auch bedeutet, die Nachbarschaft mitzuversorgen.