James Loudspeaker AT42-70

Die meisten Außenlautsprecher im Handel wollen im Oktober ins Trockene. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber im Alltag der Punkt, an dem eine Gartenanlage scheitert: Was jedes Jahr ab- und wieder aufgebaut werden muss, wird irgendwann nicht mehr aufgebaut. Der James Loudspeaker AT42-70 ist für den dauerhaften Verbleib im Freien gemacht. Sein kompaktes Gehäuse aus doppelt stranggepresstem Flugzeug-Aluminium ist marinetauglich und übersteht Regen, Frost, UV und Salzluft über Jahre. Als mittlerer Satellit der All-Terrain Series in der 70-Volt-Ausführung trägt er mit einem 4-Zoll-Aluminiumtieftöner und einem 0,75-Zoll-Aluminium-Hochtöner einen vollen, breit gestreuten Klang. Dieser reicht von 80 Hertz bis 24 Kilohertz (±3 dB) bei 89 Dezibel Wirkungsgrad. Ein Kupfer-Ringkerntransformator hält den Pegel über lange Kabelwege stabil. Gefragt ist er, wenn eine Fläche ganzjährig bespielt wird und viele Lautsprecher an einer Leitung hängen: weitläufiger Garten, gewerbliche Terrasse. Für zwei, drei Lautsprecher genügt die 4-Ohm-Ausführung.
| Bauart | All-Terrain-Satellitenlautsprecher, 2-Wege (70-Volt-Ausführung) |
|---|---|
| Treiber | 4" (101 mm) Aluminium-Tieftöner mit hoher Auslenkung |
| Hochtöner | 0,75" (19 mm) Aluminium-Kalottenhochtöner |
| Frequenzgang | 80 Hz – 24 kHz (±3 dB) |
| Belastbarkeit | 25 – 100 W (über 70-V-Abgriffe) |
| Impedanz | 70-Volt-Betrieb (Konstantspannung) |
| Wirkungsgrad | 89 dB (2,83 V / 1 m) |
| Abmessungen | ca. 121 × 121 × 200 mm (B × H × T) |
| Gitter und Oberfläche | Aluminiumgitter, marinetauglich; 16 Standardfarben + Sonderfarben |
| Besonderheiten | mittleres Modell der All-Terrain Series; Kupfer-Ringkerntransformator für 70-V-Linien; Gehäuse aus doppelt stranggepresstem Flugzeug-Aluminium; Erdspieß-/Aufbaumontage (Zubehör) |
Sonne und Regen sind für Außentechnik unangenehm, aber berechenbar. Wirklich anstrengend wird der Winter, und zwar nicht wegen der Kälte an sich, sondern wegen des ständigen Wechsels. Tagsüber taut es, nachts friert es wieder, und jedes Mal dehnt sich Wasser in kleinsten Spalten aus. Diese Frost-Tau-Wechsel sprengen Materialien auf, die im Sommer völlig unauffällig geblieben wären. Dazu kommen nasses Laub, das monatelang auf einer Fläche liegt und Feuchtigkeit hält, Streusalz in Wegnähe und eine Luft, die über Wochen kaum abtrocknet. Ein Lautsprecher, der das aushalten soll, darf keine saugenden Materialien enthalten und keine Stellen haben, an denen Wasser stehen bleibt. Beim AT42-70 übernimmt das ein Gehäuse aus doppelt stranggepresstem Flugzeug-Aluminium, das keine Feuchtigkeit aufnimmt und nicht rostet, sondern eine schützende Oxidschicht bildet. Marinetauglich bedeutet dabei, dass die Auslegung auf dauerhafte Belastung ausgelegt ist und nicht auf gelegentliche. Der praktische Gewinn ist banal und groß zugleich: Sie müssen im Oktober nichts tun. Eine Anlage, die keine Saisonarbeit verlangt, wird auch tatsächlich das ganze Jahr über genutzt, und das ist der eigentliche Unterschied zu einer Lösung, die jeden Herbst abgebaut wird.
Der AT42-70 lohnt sich überall dort, wo der Garten nicht nur im Sommer eine Rolle spielt. Eine überdachte Terrasse mit Heizstrahler, die auch im November genutzt wird. Ein Außenkamin oder eine Feuerstelle für kalte Abende. Ein Hof, durch den man täglich geht, ganz gleich bei welchem Wetter. Besonders praktisch ist die Dauertauglichkeit bei Objekten, die nicht ständig bewohnt sind, etwa einem Ferienhaus, weil dort niemand vor Ort ist, um bei einem Wettersturz etwas hereinzuholen. Die 70-Volt-Ausführung passt dazu, weil sie viele Lautsprecher über lange Leitungen versorgt und die gesamte Anlage über eine Linie läuft, die man einmal verlegt und danach in Ruhe lässt. Ehrlich anzumerken ist: Dauertauglichkeit heißt nicht Wartungsfreiheit. Einmal im Jahr sollte man Laub aus den Gittern entfernen, die Befestigungen prüfen und die Gehäuse mit klarem Wasser abspülen. Das ist eine halbe Stunde Arbeit für das ganze Grundstück und verlängert die Zeit, in der alles unverändert gut aussieht, erheblich. Wer diese Runde ins Frühjahr legt, erledigt sie zusammen mit dem übrigen Gartenschnitt.
Zwei Bauteile bestimmen, wie gut dieser Satellit den Winter übersteht. Das erste ist das Gehäuse. Doppelt stranggepresstes Aluminium ist deutlich dichter und maßhaltiger als eine einfache Ausführung, was bedeutet, dass die Fugen enger sind und weniger Angriffsfläche für eindringendes Wasser bieten. Das Aluminiumgitter davor ist ebenfalls marinetauglich ausgeführt. Das zweite ist der Kupfer-Ringkerntransformator für den 70-Volt-Betrieb, der die Leitungsspannung sauber umsetzt und den Pegel auch am Ende einer langen Linie stabil hält. Für den Klang selbst sorgen ein 4-Zoll-Aluminiumtieftöner mit hoher Auslenkung und ein winziger Aluminium-Hochtöner. Unten endet ihr Beitrag bei 80 Hertz, was für getragene Musik auf mittelgroßen Flächen ausreicht. Für spürbaren Tiefgang verlangt es dagegen nach einem Subwoofer. Mit rund 121 mal 121 mal 200 Millimetern bleibt das Gehäuse klein. Und die 16 Standardfarben lassen sich an das anpassen, was im Winter übrig bleibt, wenn die Bepflanzung zurückgeschnitten ist. Ein Farbton, der im Sommer zwischen Stauden verschwindet, steht im Februar unter Umständen frei vor kahler Erde, und daran denkt man beim Aussuchen selten. Ein mittlerer Grauton ist deshalb über das Jahr hinweg oft unauffälliger als ein sattes Grün.
Für den dauerhaften Verbleib im Freien entscheidet weniger der Lautsprecher als die Ausführung ringsum. Setzen Sie die Satelliten so, dass sie nicht in einer Mulde stehen, in der sich Wasser oder nasses Laub sammelt; ein paar Zentimeter Höhe über dem Beetniveau genügen bereits. Führen Sie die Anschlussleitung in einer Schlaufe nach unten, damit Wasser am tiefsten Punkt abtropft und nicht in die Verbindung läuft. Verwenden Sie für die Verbindungen Material, das für den Erdeinbau zugelassen ist, und legen Sie die Leitungen in Erdrohre, die tief genug liegen, dass ein Spaten sie nicht erreicht. Bei Erdspießmontage lohnt es sich, im Frühjahr einmal nachzusehen, ob der Boden über den Winter gearbeitet hat und die Ausrichtung noch stimmt. Halten Sie die Gitter im Herbst frei, denn nasses Laub, das darauf liegen bleibt, hält Feuchtigkeit unnötig lange. Und notieren Sie sich, welchen Leistungsabgriff Sie an welchem Lautsprecher gewählt haben; nach zwei Jahren weiß das sonst niemand mehr. Eine einfache Skizze mit Positionen und Abgriffen, aufbewahrt bei den Unterlagen zum Haus, erspart bei jeder späteren Erweiterung eine halbe Stunde Suchen.