James Loudspeaker AT42-System ST12/AMP8.1

Eine Terrasse klingt leer anders als voll. Menschen schlucken Schall, und gleichzeitig erzeugen sie selbst welchen: Gespräche, Geschirr, Schritte. Eine Anlage, die für den ruhigen Sonntagnachmittag ausgelegt ist, verschwindet deshalb genau an dem Abend, für den man sie eigentlich wollte. Das AT42-System mit ST12 ist auf diese Situation zugeschnitten. Mehrere AT42-Satelliten mit 4-Zoll-Aluminiumtieftöner und 0,75-Zoll-Kalotte decken 80 Hertz bis 24 Kilohertz bei 89 Dezibel Wirkungsgrad ab und vertragen je 25 bis 100 Watt. Das ist spürbar mehr Reserve als bei den kleineren Satelliten der Reihe. Darunter arbeitet ein ST12-Erdsubwoofer mit 12-Zoll-Chassis, der auf Schalldruck ausgelegt ist und im Boden verschwindet. Der Verstärker AMP8.1 versorgt eine Zone und gehört dazu. Weil alle Bausteine aufeinander abgestimmt geliefert werden, entfällt die Einzelauswahl. Stimmen Sie die Anlage für den normalen Abend ab und lassen Sie nach oben Luft. Gefragt ist es auf mittleren Flächen, auf denen der Bass tiefer reichen soll.
| Bauart | Komplettes Garten-/Landschaftslautsprecher-System (All-Terrain Series): Satelliten + Erdsubwoofer + Verstärker |
|---|---|
| Treiber | AT42-Satelliten mit 4" (101 mm) Aluminium-Tieftöner + ST12-Erdsubwoofer mit 12" Chassis (Compression-Bandpass) |
| Hochtöner | 0,75" (19 mm) Aluminium-Kalottenhochtöner je Satellit |
| Frequenzgang | ca. 22 Hz – 24 kHz (±3 dB) · System: AT42-Satelliten 80 Hz – 24 kHz + ST12-Subwoofer 22 Hz – 140 Hz |
| Belastbarkeit | AT42-Satelliten je 25–100 W; ST12-Subwoofer über Systemverstärker |
| Impedanz | 4 Ω / 70 V (je nach Auslegung, über Systemverstärker) |
| Wirkungsgrad | AT42 89 dB (2,83 V / 1 m) |
| Einbautiefe | ST12-Subwoofer zur Direktvergrabung im Erdreich |
| Abmessungen | AT42-Satelliten je ca. 121 × 121 × 200 mm |
| Gitter und Oberfläche | Aluminium; Satelliten in 16 Standardfarben + Sonderfarben |
| Besonderheiten | pegelstarkes AT-System: mehrere AT42-Satelliten + ein ST12-Erdsubwoofer (12", hoher Schalldruck) + Verstärker AMP8.1 (einzonig, eine Zone); Subwoofer unsichtbar im Boden |
Zwei Effekte treffen bei jeder Feier zusammen. Der erste ist die Dämpfung: Ein Körper mit Kleidung nimmt Schall auf, ähnlich wie ein Polstermöbel, und dreißig Personen auf einer Terrasse verschlucken einen erheblichen Teil dessen, was vorher noch frei durch die Luft ging. Besonders betroffen sind mittlere und hohe Frequenzen, weshalb Musik in einer vollen Runde nicht nur leiser, sondern zugleich dumpfer wirkt. Der zweite Effekt ist der Grundpegel. Sobald mehrere Gespräche gleichzeitig laufen, liegt der Geräuschteppich im Raum deutlich höher als zuvor, und alles, was leiser ist, geht darin unter. Zusammen bedeutet das, dass für denselben Höreindruck erheblich mehr nötig ist als bei zwei Personen am Tisch. Die verbreitete Reaktion, den Regler weiter aufzudrehen, führt zu einem angestrengten Klang, weil die Lautsprecher dann an ihre Grenze kommen und Feinheiten verlieren. Sinnvoller ist es, von vornherein Reserve einzuplanen. Genau darauf zielt dieses System: nicht darauf, ständig laut zu spielen, sondern darauf, bei Bedarf ohne Anstrengung nachlegen zu können. Der Unterschied zeigt sich nicht an der Spitzenlautstärke, sondern daran, dass die Musik auch in einer vollen Runde noch klar bleibt. Genau das ist der Zustand, in dem niemand über die Anlage spricht, weil sie einfach passt.
Dieses Set richtet sich an Außenbereiche mit lebhafter Nutzung. Eine Terrasse, auf der im Sommer regelmäßig Gäste sitzen. Ein Gartenbereich mit Grill und langer Tafel. Ein Hof, in dem Feiern stattfinden, ohne dass eigens Technik aufgebaut werden soll. Die AT42-Satelliten liefern dabei die Fläche, der ST12 die Substanz. Mit seinem 12-Zoll-Chassis ist er nicht auf noch tiefere Töne ausgelegt als der Zehnzöller, sondern auf mehr Schalldruck bei gleichem Tiefgang, was in der beschriebenen Situation genau das Richtige ist. Ehrlich anzumerken bleibt: Wer den Garten überwiegend zu zweit nutzt und selten Gäste hat, braucht diese Reserve nicht. Er ist mit der Ausführung mit dem 10-Zoll-Subwoofer besser bedient, zumal ein größeres Gehäuse auch eine größere Grube verlangt. Und für sehr weitläufige Grundstücke mit großen Abständen fehlt den 4-Zoll-Satelliten die Reichweite; dort führt der Weg zu den 6,5-Zoll-Modellen der Reihe, die den Klang deutlich weiter tragen. Innerhalb mittelgroßer, lebhaft genutzter Flächen ist dieses Set dagegen genau richtig zugeschnitten. Es liefert Substanz, ohne dass an der Oberfläche mehr zu sehen wäre als die kleinen Satelliten.
Der ST12 arbeitet nach demselben Prinzip wie die kleineren Erdsubwoofer der Reihe: Das Chassis sitzt in einer Kammer, deren Schall über eine Öffnung an der Oberfläche austritt, sodass das gesamte Gehäuse im Erdreich liegen kann. Der Unterschied liegt in der Auslegung. Ein größeres Chassis bewegt bei gleichem Weg mehr Luft, muss für denselben Pegel also weniger arbeiten und bleibt dadurch länger im sauberen Bereich. Praktisch heißt das: Wenn die Lautstärke steigt, wird der Bass nicht weicher und verwaschener, sondern behält seine Kontur. Darüber verteilen die AT42-Satelliten mit je einem 4-Zoll-Aluminiumtieftöner und einem kleinformatigen Hochtöner alles, was oberhalb von 80 Hertz liegt – Stimmen, Instrumente, Details. Das Fundament darunter bleibt Sache des vergrabenen Geräts. Der einzonige AMP8.1 treibt das gesamte Set über eine gemeinsame Quelle und eine Lautstärke. Satelliten und Subwoofer bestehen aus wetterfestem Aluminium und Edelstahl und sind für den Dauerbetrieb im Freien gebaut. Edelstahl an den Befestigungspunkten ist dabei kein Detail, denn dort entscheidet sich, wie eine Anlage nach fünf Jahren aussieht. Ein rostender Winkel unter einem einwandfreien Gehäuse wäre der ärgerlichste aller Mängel.
Der häufigste Fehler bei der Inbetriebnahme ist, die Anlage an einem ruhigen Abend so einzustellen, dass sie am Regler bereits weit oben steht. Dann fehlt an vollen Tagen genau der Bereich, für den man die Reserve angeschafft hat. Gehen Sie umgekehrt vor: Stellen Sie die übliche Hörlautstärke bei etwa der halben Reglerstellung ein, damit oben noch Weg bleibt. Verteilen Sie die Satelliten so, dass sie dicht an den Bereichen sitzen, in denen Menschen stehen und sitzen. Denn kurze Wege sind bei hohem Grundpegel wirksamer als mehr Lautstärke aus der Ferne. Planen Sie die Grube für den ST12 großzügig, mit Kiesschicht als Drainage darunter, und legen Sie die Anschlussleitung in einem Leerrohr. Setzen Sie den Port nicht in eine Rasenfläche, sondern an eine Beetkante, wo er weder gemäht noch betreten wird. Und prüfen Sie das Ergebnis einmal mit Publikum: Was mit zwei Personen stimmig klingt, sagt über den Samstagabend wenig aus. Nutzen Sie deshalb die erste Gelegenheit mit Gästen als eigentliche Abnahme der Anlage.