James Loudspeaker AT62-System ST15/AMP8.1

Bei großen Gartenanlagen wird meistens über Lautsprecher gesprochen und selten über den Verstärker, der sie antreibt. Dabei entscheidet dessen Standort über einiges: Er braucht Strom, Schutz vor Wetter, Luft zum Kühlen und einen Platz, an dem später jemand herankommt. Das AT62-System mit ST15 ist die größte Zusammenstellung seiner Reihe und macht diese Frage unausweichlich. Mehrere AT62-Satelliten mit koaxialem 6,5-Zoll-Aluminiumtieftöner verteilen alles oberhalb von 70 Hertz über die Fläche und vertragen dabei je bis zu 150 Watt, ohne dass man ihnen Anstrengung anhört. Darunter arbeitet ein ST15-Erdsubwoofer mit 15-Zoll-Chassis im Compression-Bandpass, der vollständig im Boden verschwindet und hohen Schalldruck liefert. Versorgt wird alles vom Verstärker AMP8.1, der eine Zone bereitstellt und zum Set gehört. Richten Sie den Technikplatz früh ein, gemeinsam mit Leitungswegen und Stromanschluss. Gefragt ist es auf großen Flächen, auf denen eine Zone genügt, der Bass aber tragen muss.
| Bauart | Komplettes Garten-/Landschaftslautsprecher-System (All-Terrain Series): Satelliten + Erdsubwoofer + Verstärker |
|---|---|
| Treiber | AT62-Satelliten mit 6,5" (165 mm) Aluminium-Tieftöner (koaxial) + ST15-Erdsubwoofer mit 15" Chassis (Compression-Bandpass) |
| Hochtöner | koaxialer 1" (25 mm) Aluminium-Kalottenhochtöner je Satellit |
| Frequenzgang | ca. 20 Hz – 20 kHz (±3 dB) · System: AT62-Satelliten 70 Hz – 20 kHz + ST15-Subwoofer 20 Hz – 120 Hz |
| Belastbarkeit | AT62-Satelliten je 25–150 W; ST15-Subwoofer über Systemverstärker |
| Impedanz | 4 Ω / 70 V (je nach Auslegung, über Systemverstärker) |
| Wirkungsgrad | AT62 90 dB (2,83 V / 1 m) |
| Einbautiefe | ST15-Subwoofer zur Direktvergrabung im Erdreich |
| Abmessungen | AT62-Satelliten je ca. 173 × 173 × 267 mm |
| Gitter und Oberfläche | Aluminium; Satelliten in 16 Standardfarben + Sonderfarben |
| Besonderheiten | pegelstarkes großes AT-System: mehrere AT62-Satelliten (6,5") + ein ST15-Erdsubwoofer (15", hoher Schalldruck) + Verstärker AMP8.1 (einzonig, eine Zone); für mittlere bis große Zonen |
Ein Systemverstärker für eine Außenanlage ist kein Gerät, das man beiläufig abstellt. Er läuft an Sommerabenden über Stunden, gibt dabei Wärme ab und muss diese loswerden, sonst regelt er zurück oder schaltet ab. Vier Anforderungen sollten deshalb erfüllt sein. Erstens ein trockener Standort im Innenbereich, denn wetterfest sind die Lautsprecher, nicht die Elektronik. Zweitens Belüftung: Rings um den Lautsprecher sollte Luft zirkulieren können, und ein geschlossener Schrank ohne Öffnungen ist der häufigste Grund für Störungen an heißen Tagen. Drittens Erreichbarkeit, weil jemand die Quelle wechseln, die Lautstärke ändern oder im Zweifel einmal neu starten muss; ein Gerät hinter Kisten im Keller wird faktisch nie bedient. Und viertens eine kurze, saubere Verbindung zu den Leitungen, die in den Garten führen, idealerweise über ein Anschlussfeld an der Wand statt über lose Kabelenden. Diese vier Punkte klingen selbstverständlich, werden aber regelmäßig übersehen, weil sie nichts mit Klang zu tun zu haben scheinen. In Wahrheit entscheiden sie darüber, ob eine Anlage über Jahre störungsfrei arbeitet und ob sie im Alltag tatsächlich benutzt wird oder als eingerichtete, aber ungenutzte Installation endet. Ein gut gewählter Technikplatz ist deshalb kein Nebenschauplatz, sondern Teil der Anlage.
Dieses System richtet sich an Grundstücke, auf denen viel Fläche einheitlich beschallt werden soll. Ein weitläufiger Garten mit Terrasse, Rasen und Sitzbereichen, die zusammen genutzt werden. Ein Hof mit Platz für größere Runden. Ein Anwesen, auf dem die Musik überall dieselbe sein darf und nur die Kraft stimmen muss. Die AT62-Satelliten tragen ihren Klang über große Abstände, ohne dass man dafür aufdrehen müsste, während der ST15 ein Fundament liefert, das auch bei hohen Pegeln nicht weich wird. Der einzonige AMP8.1 hält die Bedienung einfach, weil alles über eine Quelle und eine Lautstärke läuft. Zur ehrlichen Einordnung gehört: Wer den Garten in unabhängig genutzte Bereiche gliedern will, braucht die zweizonige Ausführung, und diese Entscheidung fällt bei der Leitungsführung. Wer dagegen eine kleinere Fläche hat, kommt mit dem Zwölfzöller oder sogar mit den Systemen der 4-Zoll-Klasse aus. Denn ein größerer Erdsubwoofer verlangt auch eine größere Grube und mehr Aufwand beim Einbau. Die Größe des Subwoofers sollte sich deshalb an der Fläche orientieren und nicht am Wunsch nach maximaler Reserve. Eine Nummer kleiner ist im Garten häufig die klügere Entscheidung, weil der Einbau erheblich einfacher ausfällt.
Die Aufgabenteilung ist klar geregelt. Jeder AT62-Satellit vereint einen kräftigen 6,5-Zoll-Aluminiumtieftöner und einen mittig darin sitzenden Hochtöner; darunter, ab 70 Hertz abwärts, beginnt die Zuständigkeit des vergrabenen Geräts. Weil alle Anteile aus einer Stelle kommen, bleibt der Klangcharakter unabhängig vom Blickwinkel, was auf einer Fläche, über die man sich bewegt, den entscheidenden Unterschied macht. Darunter arbeitet der ST15 mit einem 15-Zoll-Chassis in Compression-Bandpass-Bauweise: Das Chassis sitzt in einer Kammer im Erdreich, deren Schall über eine Öffnung an der Oberfläche austritt. Die größere Membranfläche gegenüber dem Zwölfzöller bedeutet nicht mehr Tiefgang, sondern mehr Reserve; für denselben Pegel muss weniger gearbeitet werden, und der Bass behält seine Kontur. Der AMP8.1 betreibt Satelliten und Subwoofer als eine gemeinsame Zone. Satelliten und Subwoofer bestehen aus wetterfestem Aluminium und Edelstahl und sind für den Dauerbetrieb im Freien gebaut. Bei einem vergrabenen Subwoofer ist das die entscheidende Eigenschaft, denn er bleibt dort, wo er einmal eingebaut wurde.
Richten Sie den Technikplatz vor der Montage ein, nicht danach. Wählen Sie einen trockenen Innenraum mit gleichmäßiger Temperatur, möglichst nicht direkt neben einer Heizung oder einem Wärmeerzeuger. Sorgen Sie für freie Flächen über und neben dem Lautsprecher; wenn es in einen Schrank soll, planen Sie Lüftungsöffnungen oben und unten ein, damit Luft nachströmen kann. Setzen Sie ein Anschlussfeld an die Wand, auf dem alle Leitungen aus dem Garten dauerhaft beschriftet auflaufen, und legen Sie eine Skizze mit den Positionen dazu. Achten Sie darauf, dass eine ausreichend abgesicherte Steckdose in der Nähe liegt, und lassen Sie die elektrische Seite von einer Fachkraft prüfen, wenn Leitungen ins Freie führen. Für den ST15 gelten die üblichen Regeln für Erdsubwoofer: großzügige Grube, Kiesschicht als Drainage, Anschlussleitung im Leerrohr und ein Standort außerhalb der Rasenfläche. Halten Sie zum Schluss fest, wo alles liegt, denn in zehn Jahren erinnert sich niemand mehr an die genaue Lage der Grube. Zwei Maße von Hausecke und Mauer aus genügen und passen auf einen Zettel bei den Bauunterlagen.