James Loudspeaker OT84-4

Die Frage, ob ein Garten einen eigenen Subwoofer braucht, wird meistens zu früh entschieden – und dann ist die Grube schon ausgehoben. Dabei lohnt es sich, zunächst zu prüfen, wie weit ein Lautsprecher allein kommt. Der OT84-4 ist so ausgelegt, dass er in vielen Fällen ohne zusätzliche Bassquelle auskommt. Zwei 8-Zoll-Aluminiumtreiber arbeiten dafür in Aktiv-Passiv-Anordnung zusammen: Einer wird angetrieben, der zweite schwingt mit und verlängert den Tiefgang, ohne eigene Verstärkerleistung zu verlangen. Dazu kommen ein 6,5-Zoll-Treiber für die Mitten und eine 1-Zoll-Aluminiumkalotte. Von 35 Hertz an aufwärts deckt er alles ab, was auf einer Terrasse gehört wird; angeschlossen wird er unmittelbar an einen kräftigen Verstärker. Die Säule misst rund 254 mal 787 mal 185 Millimeter. Als 4-Ohm-Ausführung arbeitet er unmittelbar an einer Endstufe, ein Übertrager entfällt. Hören Sie zunächst ohne zusätzliche Bassquelle, bevor Sie Erdarbeiten beauftragen. Gefragt ist er auf mittleren bis großen Terrassen und am Poolbereich.
| Bauart | Vollbereichsfähiger Outdoor-Tower-Standlautsprecher (3-Wege, 4-Ohm-Ausführung) |
|---|---|
| Treiber | zwei 8" (203 mm) Aluminium-Tieftöner (Aktiv/Passiv) + ein 6,5" (165 mm) Aluminiumtreiber |
| Hochtöner | eine 1" (25 mm) Aluminium-Kalotte |
| Frequenzgang | 35 Hz – 20 kHz |
| Belastbarkeit | 75–300 W |
| Impedanz | 4 Ω nominal |
| Wirkungsgrad | 90 dB (2,83 V / 1 m) |
| Abmessungen | 254 × 787,4 × 185,42 mm (B × H × T) |
| Gitter und Oberfläche | Marine-Aluminium mit Fluorpolymer-Beschichtung, 16 Standardfarben oder beliebige Sonderfarbe; Frontgitter für Servicezugang |
| Besonderheiten | doppelter 8-Zoll-Bass in Aktiv-Passiv-Anordnung, oft ohne separaten Subwoofer nutzbar; 4-Ohm-Version für Direktbetrieb; interne oder externe Montage |
Ein separater Subwoofer bringt zwei Dinge mit: mehr Tiefgang und mehr Aufwand. Der Aufwand ist im Garten kein Nebenposten, denn ein vergrabener Lautsprecher verlangt eine Grube, eine Drainage, ein Leerrohr, einen dauerhaft freizuhaltenden Standort und eine Wiederherstellung der Fläche darüber. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, was tatsächlich gehört wird. Wer überwiegend Musik mit normalem Bassanteil hört, bei zurückhaltender bis mittlerer Lautstärke, auf einer überschaubaren Fläche, kommt mit einem Lautsprecher aus, der selbst bis 35 Hertz hinabreicht. Wer dagegen sehr tiefe Anteile spürbar haben möchte, große Flächen versorgt oder dauerhaft hohe Pegel fährt, wird den Unterschied merken und sollte ergänzen. Die ehrliche Antwort lautet also nicht grundsätzlich ja oder nein, sondern hängt an der Nutzung. Der Vorteil eines vollbereichsfähigen Turms ist, dass Sie diese Entscheidung nicht sofort treffen müssen: Sie können mit dem Turm allein beginnen und später ergänzen, ohne dass die erste Anschaffung dadurch überflüssig würde. Das ist bei einem Vorhaben mit Erdarbeiten ein erheblicher Vorteil, weil sich die aufwendigste Entscheidung damit hinauszögern lässt, bis Sie aus Erfahrung wissen, ob sie überhaupt nötig ist. Viele Anlagen kommen nach dieser Probe dauerhaft ohne separaten Subwoofer aus.
Der OT84-4 richtet sich an Flächen, die kräftigen Klang brauchen, aber keinen zusätzlichen Aufwand im Boden vertragen oder rechtfertigen. Eine Terrasse mit Sitzgruppe und Essplatz. Ein Poolbereich mit Liegen ringsum. Eine befestigte Fläche, in die sich ohnehin nichts eingraben lässt. Sein doppelter 8-Zoll-Bass in Aktiv-Passiv-Anordnung liefert ein Fundament, das in diesen Situationen trägt, und der 6,5-Zoll-Treiber mit der 1-Zoll-Aluminium-Kalotte ergänzt Mitten und Höhen. Als 4-Ohm-Ausführung ist er für den direkten Betrieb an einer kräftigen Endstufe ausgelegt und verträgt 75 bis 300 Watt. Grenzen sollte man kennen: An Pegel liefert er weniger als das Spitzenmodell der Reihe, das mit sechs Treibern deutlich lauter werden kann, ohne angestrengt zu klingen. Und unterhalb von 35 Hertz endet auch bei ihm der Bereich; wer diese tiefsten Anteile spürbar haben möchte, ergänzt einen Erdsubwoofer der Landscape Series. Für einen großen Teil dessen, was auf einer Terrasse gehört wird, liegt der entscheidende Bereich jedoch oberhalb davon, und dort spielt der doppelte 8-Zoll-Bass bereits kräftig auf. Was darunter liegt, wird eher gespürt als gehört und fehlt im Freien seltener, als man annimmt.
Der Bass entsteht bei diesem Turm auf eine besondere Weise. Von den beiden 8-Zoll-Aluminiumtieftönern ist einer aktiv angetrieben, der andere arbeitet passiv: Er wird nicht elektrisch angesteuert, sondern von der Luftbewegung im Gehäuse mitbewegt und verlängert damit den Übertragungsbereich nach unten, ohne dass zusätzliche Verstärkerleistung nötig wäre. Diese Bauweise erlaubt in einem schlanken Säulengehäuse einen Tiefgang bis 35 Hertz, den ein einzelnes Chassis in diesem Volumen nicht erreichen würde. Darüber übernimmt ein 6,5-Zoll-Aluminiumtreiber die Mitten, den Hochton liefert eine 1-Zoll-Aluminium-Kalotte. Das dreiwegige System überträgt bis 24 Kilohertz bei ±3 Dezibel und rund 90 Dezibel Wirkungsgrad. Mit etwa 254 mal 787 mal 185 Millimetern bleibt die Säule schlank. Gehäuse und Marine-Pulverbeschichtung aus aircraft-tauglichem Marine-Aluminium sind für den dauerhaften Außeneinsatz gebaut, sechzehn Standardfarben stehen zur Wahl, dazu Sonderfarben. Montiert wird wahlweise fest verankert oder mobil aufgestellt, sodass die Entscheidung über den Standort offenbleibt, bis sich die Nutzung der Fläche eingespielt hat.
Nutzen Sie die Möglichkeit, die Entscheidung zu verschieben. Nehmen Sie den Turm zunächst allein in Betrieb und hören Sie über mehrere Wochen mit dem Material, das Sie tatsächlich hören, bei der Lautstärke, die Sie tatsächlich einstellen. Achten Sie dabei nicht auf einzelne Effekte, sondern darauf, ob Sie etwas vermissen. In vielen Fällen ist die Antwort nein, und Sie sparen sich eine Grube. Fällt sie ja aus, ergänzen Sie gezielt und wissen dann auch, wie viel zusätzlicher Tiefgang nötig ist. Für die Aufstellung gilt: möglichst frei abstrahlend, nicht dicht vor einer Mauer, und bei zwei Türmen auf gleiche Höhe und gleichen Abstand zur Fläche achten. Für die Befestigung stehen interne und externe Montage bereit. Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Verstärker eine niedrige Last dauerhaft stabil treibt, denn davon hängt ab, ob die vorhandene Reserve überhaupt abrufbar ist. Ein Turm, der seine Auslegung nicht ausspielen kann, wirkt schwächer, als er ist, und das führt regelmäßig zu der falschen Schlussfolgerung, es fehle ein Subwoofer. Prüfen Sie deshalb zuerst die Verstärkerseite, bevor Sie über eine Grube nachdenken. Diese Reihenfolge erspart im Zweifel den gesamten Aufwand der Erdarbeiten.