James Loudspeaker ST21-4

Es gibt eine Größenordnung, ab der man über Bass nicht mehr im Sinne von Lautstärke spricht. Achtzehn Hertz hört kaum jemand als Ton – man spürt sie in der Brust, im Boden, in den Gläsern auf dem Tisch. Der ST21-4 arbeitet in dieser Größenordnung und ist das größte Modell seiner Reihe. Ein 21-Zoll-Aluminiumtreiber mit hoher Auslenkung sitzt in einem versiegelten Bandpassgehäuse von rund 61 Zentimetern Kantenlänge, das komplett im Erdreich verschwindet; oben bleibt lediglich die Abdeckung sichtbar. Nach oben endet seine Aufgabe bei 120 Hertz, so dass alles, was man als Melodie oder Stimme wahrnimmt, bei den Gartenlautsprechern bleibt. Eine 70-Volt-Ausführung gibt es von diesem Modell nicht, es arbeitet ausschließlich niederohmig – die passende Endstufe ist also fester Teil der Planung. Bedenken Sie die Grube: Dieses Gehäuse verlangt Aushub, der sich in einem fertigen Garten kaum nachholen lässt. Gefragt ist er, wenn ohnehin gebaut wird und ein großes Areal Tiefbass bekommt — darunter genügen die kleineren Modelle mit weniger Erdarbeit.
| Bauart | Vergrabener 21"-Erdsubwoofer (Direktvergrabung, Compression-Bandpass) |
|---|---|
| Treiber | 21" Aluminiumtreiber mit hoher Auslenkung |
| Hochtöner | — |
| Frequenzgang | 18 Hz – 120 Hz (±3 dB) |
| Belastbarkeit | 500 – 1000 W (Leistungsbedarf) |
| Impedanz | 4 Ω nominal |
| Wirkungsgrad | 91 dB (2,83 V / 1 m) |
| Abmessungen | ca. 610 × 610 × 610 mm |
| Gitter und Oberfläche | versiegeltes Gehäuse aus stranggepresstem Aluminium, im Erdreich vergraben |
| Besonderheiten | direkt an einem M1000 Subwoofer-Verstärker betreibbar; Bi-Amping erforderlich |
Auf einer Baustelle sind bestimmte Dinge fast beiläufig zu haben, weil die Voraussetzungen ohnehin bestehen. Es gibt eine Zufahrt, es steht Gerät bereit, der Boden ist bereits offen, und ein Container für Aushub ist da. Eine zusätzliche Grube fällt in dieser Situation kaum auf. Ist das Grundstück dagegen fertig, verändert sich die Rechnung vollständig: Es muss eine Zufahrt geschaffen werden, Rasen und Beete werden geschützt oder wiederhergestellt, Aushub muss abtransportiert werden, und alles findet zwischen fertigen Flächen statt. Aus einer Nebenarbeit wird ein eigener Termin. Wer während des laufenden Betriebs im Haus baut, kennt diesen Unterschied ohnehin, weil er bei jedem Gewerk auftaucht. Für einen Erdsubwoofer dieser Größe gilt er in besonderem Maß, denn ein Gehäuse mit rund 61 Zentimetern Kantenlänge verlangt eine entsprechende Grube. Deshalb lohnt sich eine frühe, grobe Entscheidung: nicht welches Modell, sondern ob überhaupt und ungefähr wo. Selbst wenn der Lautsprecher erst zwei Jahre später kommt, kann das Leerrohr heute mitgelegt und die Stelle freigehalten werden. Das hält eine Möglichkeit offen, die sonst für Jahre verschlossen wäre, und wer im bewohnten Haus baut, weiß, wie ungern man denselben Zustand zweimal herstellt.
Der ST21-4 gehört auf Grundstücke, auf denen ohnehin gearbeitet wird und bei denen der Anspruch hoch ist. Ein Umbau, bei dem der Garten neu angelegt wird. Ein Poolbau, für den ein Bagger auf dem Grundstück steht. Eine Terrassenerweiterung mit Erdarbeiten. In all diesen Fällen ist der zusätzliche Aufwand für den Einbau überschaubar, während das Ergebnis dauerhaft ist: Tiefbass bis 18 Hertz auf einer großen Fläche, ohne dass ein Gehäuse den Garten dominiert. Zur ehrlichen Einordnung gehört, dass dieses Modell nicht für jeden passt. Es ist das größte der Serie, verlangt eine Endstufe wie die RS1000 und ist als reine 4-Ohm-Ausführung für eine einzelne, direkt angesteuerte Zone gedacht; eine 70-Volt-Version gibt es bewusst nicht. Für kleinere Flächen und für verteilte Anlagen führen die 8-, 10-, 12- und 15-Zoll-Modelle der Serie zum passenderen Ergebnis, teils auch in Ausführungen für Konstantspannungslinien. Die Größe sollte sich an Fläche und Anspruch orientieren, denn jedes größere Gehäuse bedeutet auch einen größeren Eingriff in eine Fläche, die danach wieder herzustellen ist. Wer unsicher ist, misst die Aufenthaltsbereiche aus und entscheidet danach, statt sich an der größten verfügbaren Zahl zu orientieren.
Die Bauweise erklärt, warum ein so großer Korpus überhaupt im Boden verschwinden kann. Beim Compression-Bandpass arbeitet der Treiber nicht direkt gegen die Umgebung, sondern in einer Kammer, deren Schall über einen Austritt an die Oberfläche geführt wird. Das Gehäuse selbst ist versiegelt und besteht aus stranggepresstem Aluminium, sodass es dauerhaft im Erdreich liegen kann. Der große Aluminiumtreiber ist auf weite Hubwege ausgelegt. Zusammen mit der Kammer davor entsteht daraus ein Fundament, das bis 18 Hertz hinabreicht und damit unterhalb dessen liegt, was das Ohr noch als Tonhöhe einordnet. Er setzt zugeführte Leistung sehr wirksam in Bewegung um. 91 Dezibel bedeuten in der Praxis, dass schon eine mittlere Verstärkerstufe hörbar etwas bewegt – die letzten Reserven verlangen dann allerdings eine ausgewachsene Maschine. Die Beschränkung auf die niederohmige Ausführung ist dabei kein Versäumnis, sondern folgerichtig: Ein Lautsprecher dieser Leistung gehört an eine eigene Endstufe und nicht an eine Linie, die es sich mit vielen anderen Lautsprechern teilt. Wer eine verteilte Anlage plant, findet in der Serie kleinere Ausführungen mit Übertrager, die sich in eine gemeinsame Leitung einreihen lassen.
Wenn ohnehin gebaut wird, sollten Sie drei Dinge gleich miterledigen. Erstens die Position: Wählen Sie eine Stelle, die dauerhaft unangetastet bleibt, also weder unter einer künftigen Terrasse noch in einer Fläche, die später befestigt wird, und die nicht im Laufweg liegt. Zweitens das Leerrohr: Legen Sie ein Rohr von der Grube bis zum späteren Technikbereich, damit die Leitung jederzeit gezogen oder getauscht werden kann. Drittens die Dokumentation: Halten Sie die Lage mit zwei Maßen von festen Punkten wie Hausecke und Mauer fest und legen Sie die Notiz zu den Bauunterlagen. Klären Sie mit der Bauleitung, ob im Bereich der Grube andere Leitungen verlaufen, und stimmen Sie den Aushub mit den übrigen Erdarbeiten ab, damit er im selben Zug erledigt wird. Achten Sie auf einen Untergrund, der Wasser abführt. Und legen Sie die Verstärkerfrage in dieselbe Bauphase: Ein Lautsprecher dieser Größe braucht eine Maschine, die auch bei niedriger Last nicht in die Schutzschaltung geht, sonst bleibt vom trockenen Schlag im Bauch nur ein rundes Brummen übrig. Auch diese Entscheidung fällt am besten, solange die Grube noch offen ist.