Anwendung Am Pool
Anwendung

Am Pool

Am Pool ist Nässe kein Ereignis, sondern ein Dauerzustand, und das stellt an Lautsprecher andere Anforderungen als der übrige Garten.

Bildstreifen Am Pool · Einleitung

Ein Lautsprecher im Beet wird vom Regen nass und trocknet danach wieder ab. Am Becken fällt diese Erholung weg. Die Luft bleibt feucht, in der Frühe schlägt sich Kondens nieder, und bei jedem Sprung verteilt sich Wasser über alles im Umkreis mehrerer Meter – chlorhaltig oder salzig, je nach Aufbereitung. Dazu kommen nasse Füße, die alles berühren.

Für Werkstoffe bedeutet das eine Belastung ohne Erholungsphasen. Diese Seite beschreibt, woran man Lautsprecher erkennt, die das über Jahre aushalten, wo sie am Becken sinnvoll stehen und worauf beim Pegel an einer offenen Wasserfläche zu achten ist.

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Dauerfeuchte statt gelegentlichem Regen

Der Unterschied zwischen einem Platz im Garten und einem Platz am Becken ist kein gradueller, sondern ein grundsätzlicher. Im Beet wechseln sich Nässe und Trockenheit ab, und jedes Material bekommt Gelegenheit, sich zu erholen. Am Pool fehlt diese Pause. Die Luft über dem Wasser bleibt feucht, auch wenn seit Tagen kein Regen gefallen ist, und bei jedem Sprung ins Becken verteilt sich Wasser über die gesamte Umgebung. Wird das Becken mit Chlor oder Salz aufbereitet, trägt dieses Wasser die Zusätze mit und hinterlässt sie beim Verdunsten auf jeder Oberfläche. Was daraus folgt, zeigt sich nicht im ersten Sommer, sondern im dritten. An Kanten ist jede Lackschicht am dünnsten, und genau dort setzt bei Stahl der Rost an. Kunststoffe werden unter der Kombination aus Sonnenlicht und Chlor spröde und reißen. Gewebeabdeckungen bleiben feucht und setzen Algen an. Ein Lautsprecher, der am Beckenrand stehen soll, muss deshalb nicht nur dicht sein, sondern aus Werkstoffen bestehen, denen diese Dauerbelastung nichts anhaben kann.

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Werkstoffe, die das aushalten

Aluminium ist am Wasser die naheliegende Wahl, und zwar nicht, weil es nicht reagiert, sondern weil es richtig reagiert: Es bildet an der Oberfläche eine schützende Oxidschicht statt Rost, und diese Schicht erneuert sich selbst, wenn sie verletzt wird. Gehäuse und Gitter aus Aluminium altern deshalb anders als lackierter Stahl. Ebenso wichtig sind die weichen Teile, denn dort versagen Außenlautsprecher zuerst. Sicken und Gitterumrandungen aus Santoprene bleiben elastisch, auch wenn sie ständig nass sind, und werden nicht brüchig. Bei den Objekten aus Beton, Marmor und Naturstein wirkt ein anderes Prinzip: Diese Werkstoffe sind ohnehin für draußen gemacht, sie sind frostbeständig und haben keine Kunststoffoberfläche, die ausbleichen könnte. Zu beachten ist bei bodennahen Formen, dass Spritzwasser, Laub und Staub sie unmittelbar erreichen, während ein Lautsprecher auf einem Sockel oder in Hüfthöhe weniger abbekommt. Was die Schutzarten bedeuten und welche Werkstoffe im Einzelnen verbaut werden, steht im Ratgeber Wetterfest über Jahre.

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Wo die Lautsprecher am Becken stehen

Die Fläche rund um einen Pool ist fast immer befestigt, und in einigen Fällen gibt es in unmittelbarer Nähe keine Möglichkeit für die Platzierung von Erdspieß-Lautsprechern und vergrabenen Subwoofern. Das ist weniger einschränkend, als es klingt, denn am Pool gilt ohnehin eine Regel, die aus der Nutzung kommt und nicht aus der Technik: Über die Liegefläche darf kein Kabel laufen. Ein freistehender Lautsprecher, der an einer Ecke der Fläche steht und von dort rundum abstrahlt, löst beides auf einmal; es braucht nur eine Zuleitung an den Rand und versorgt die Liegefläche, ohne dass jemand über etwas steigen muss. Wo eine Wand, eine Mauer oder ein Vordach vorhanden ist, kommen auch Aufbaulautsprecher in Betracht, die außerhalb des Barfußbereichs sitzen. Für überdachte Bereiche am Becken gibt es zudem Formen, die an der Decke hängen. Was in allen Fällen gilt: Ein Lautsprecher gehört nicht dorthin, wo direkt und wiederholt Wasser hinspritzt, auch wenn er dicht ist. Der Unterschied zwischen gelegentlichem Strahlwasser und täglichem Wasser an derselben Stelle ist über Jahre erheblich.

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Lautstärke über einer offenen Wasserfläche

Ein Pool ist eine große, glatte, harte Fläche, und solche Flächen werfen Schall zurück, statt ihn zu schlucken. Das klingt zunächst nach einem Vorteil, führt in der Praxis aber dazu, dass die Musik an manchen Stellen hart und an anderen dünn wirkt. Hinzu kommt, dass rund um ein Becken selten etwas steht, was den Schall aufhält: keine Hecke, kein Beet, keine Möbelgruppe. Beides spricht dafür, nicht mit einem lauten Lautsprecher zu arbeiten, sondern mit mehreren leiseren, die breit abstrahlen und sich überlappen. Dann ist der Pegel überall ähnlich, und niemand liegt direkt vor einem Lautsprecher. Dieselbe Überlegung hilft gegenüber der Nachbarschaft, denn eine offene Wasserfläche hält auch in dieser Richtung nichts auf, und am Pool wird typischerweise dann gehört, wenn andere im Garten sitzen. Für die Aufteilung in mehrere Hörbereiche und die Frage, ob der Poolbereich eine eigene Zone bekommen sollte, ist der Ratgeber Gartenbeschallung planen der richtige Einstieg.