Ratgeber Erdsubwoofer
Ratgeber 02

Erdsubwoofer: Bass aus dem Boden

Satelliten zwischen den Pflanzen liefern Stimmen und Melodie, aber kein Fundament. Der Erdsubwoofer sitzt in einer Grube, von der nur ein dezenter Auslass bleibt. Er gibt dem Garten den Bass, den ein Subwoofer im Freien sonst nur mit sichtbarer Bauform erreichen würde.

Einmal gesetzt und jahrelang vergessen

Ein Erdsubwoofer wird einmal gesetzt und danach nicht mehr angefasst. Ein Tieftöner, der im Boden steckt, hat es dafür schwerer als jeder andere Lautsprecher einer Anlage. Er steht dauerhaft in feuchter Erde, wird im Winter von Frost umschlossen, im Sommer von Wärme und Wurzeln umgeben, und niemand holt ihn zur Wartung heraus. Deshalb ist der Werkstoff keine Nebensache. Bei den Modellen von James Loudspeaker arbeitet ein Aluminiumchassis in einem abgedichteten Korpus aus stranggepresstem Aluminium; die Sonance-Modelle sind für den dauerhaften Außeneinsatz mit Schutzart IP66 ausgelegt.

Gesetzt wird der Subwoofer in eine vorbereitete Grube und weitgehend mit Erde bedeckt. Oben bleibt ein dezenter Auslass, der über die Grasnarbe hinausragt und zwischen Rasen oder Beet kaum auffällt. Was Sie hören, scheint aus dem Boden aufzusteigen; mehr als dieses kleine Bauteil ist nicht zu sehen.

Kleine Grube, großes Fundament

Je kleiner die Grube, desto eher passt ein Subwoofer auch in einen fertigen Garten. Die Erdsubwoofer der James Landscape Series sind dafür als Compression-Bandpass gebaut. Der Korpus presst die Energie nach oben heraus, weshalb bereits ein überschaubares Volumen ein tragfähiges Fundament ergibt. Das ist der Grund, warum die kleineren Modelle mit einer kompakten Grube auskommen und sich auch nachträglich in einen bestehenden Garten einbringen lassen.

Wie viel Erde Sie bewegen wollen

Die Auswahl ist im Kern eine Abwägung zwischen Ergebnis und Erdarbeit. Bei James Loudspeaker stehen fünf Treibergrößen zur Wahl, von 8 über 10, 12 und 15 bis 21 Zoll. Mit jeder Stufe wachsen Tiefgang und Reserve, aber auch das Volumen der Grube. Der ST8 ist der Einstieg für kleinere Flächen, der ST12 trifft für den Großteil gehobener Vorhaben die Balance aus Tiefgang, Pegel und noch überschaubarem Aushub. Der ST15 reicht bis 20 Hertz und der ST21 bis 18 Hertz; beide verlangen eine Grube, die man nicht nebenbei aushebt.

Bei Sonance gehören der LS12T mit 12 Zoll und der LS15T mit 15 Zoll und Tiefgang bis 20 Hertz zur Landscape Series. Ein LS12T genügt in den meisten Gärten; zwei davon oder ein LS15T lohnen sich, wenn die Fläche groß ist oder der Bass an mehreren Stellen gleich tragen soll.

Was ein Erdsubwoofer zusätzlich braucht

Zwei Dinge werden leicht übersehen. Das erste ist die Endstufe: Die Erdsubwoofer arbeiten passiv und brauchen einen eigenen Verstärker. Bei den Komplettsystemen ist er enthalten und ab Werk abgestimmt. Bei einzeln geplanten Subwoofern gehören Platz, Anschluss und Leitungswege von Anfang an in die Rechnung, denn im Garten fallen die Strecken länger aus als im Haus.

Das zweite ist die Abstimmung auf die Satelliten. Trennfrequenz und Pegel entscheiden darüber, ob der Bass zum übrigen Klangbild passt oder als eigenständiges Ereignis auffällt. Und dann die ehrliche Einordnung: Im Freien fehlen die Wände, die drinnen den Bass stützen. Ein Subwoofer, der im Wohnzimmer beeindruckt, wirkt draußen deutlich zurückhaltender. Planen Sie eher großzügig und setzen Sie ihn nah an die Sitzbereiche.

Kurz gefragt

Wo sollte der Erdsubwoofer sitzen?

Möglichst nah an den Sitzbereichen, nicht am Rand des Grundstücks. Die Stelle sollte weder unter einem geplanten Weg noch im Wurzelbereich eines großen Baums liegen.

Was, wenn nichts vergraben werden kann?

Dann übernehmen Subwoofer zum Aufstellen wie der Sonance HS12T im würfelförmigen Korpus oder getarnte Modelle in Steinform wie der Rock Sub die Aufgabe.

Brauche ich einen oder zwei Erdsubwoofer?

Für die meisten Gärten reicht einer. Zwei lohnen sich, wenn die Sitzplätze weit auseinanderliegen, denn der Tiefton wirkt gleichmäßiger, wenn er aus zwei Richtungen kommt statt von einem starken Subwoofer am Rand. Wer sich das offenhalten will, legt die zweite Zuleitung gleich mit: nachträglich bedeutet sie einen zweiten Graben durch den fertigen Garten.

Wie viel Erde muss bewegt werden?

Das hängt an der Treibergröße. Die kleineren Ausführungen kommen mit einer kompakten Grube aus und lassen sich auch nachträglich in einen bestehenden Garten einbringen. Der 15-Zoll reicht bis 20 Hertz, der 21-Zoll bis 18 Hertz; beide verlangen einen Aushub, den man nicht nebenbei erledigt.

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