Bereich Kabel für die Erdverlegung
Gartenlautsprecher

Kabel für die Erdverlegung

Gelgefüllte Lautsprecherkabel für die direkte Verlegung im Boden.

Das Kabel, das man nie wieder sehen will

Von allen Bauteilen einer Gartenanlage ist das Kabel dasjenige, über das man am wenigsten nachdenkt und das am längsten halten muss. Es liegt im Boden, in Feuchtigkeit, im Wechsel von Frost und Sommerhitze, unter Rasen, der vertikutiert wird, und unter Beeten, die umgegraben werden. Gewöhnliches Lautsprecherkabel ist für das Wohnzimmer gemacht: Es nimmt im Erdreich Wasser auf, das Kupfer beginnt zu korrodieren, der Widerstand steigt, und irgendwann klingt der hintere Satellit leiser als der vordere oder fällt ganz aus. Dann muss gegraben werden, und zwar dort, wo inzwischen Stauden wachsen. Kabel für die direkte Erdverlegung sind dagegen gelgefüllt: Der Raum zwischen den Adern ist mit einem Gel ausgefüllt, das Feuchtigkeit nicht zum Leiter vordringen lässt. Wird der Mantel beim Umgraben oder durch eine Wurzel verletzt, verschließt das Gel die Stelle, und das Kabel arbeitet weiter. Für Sie heißt das: einmal richtig verlegen, und die Anlage klingt nach zehn Jahren wie am ersten Tag. Ein zweites Argument ist die Ruhe: Ein Kabel, das im Boden liegt, kann niemand sehen, anfahren oder darüber stolpern, und der Garten sieht aus, als gäbe es gar keine Anlage. Dafür muss das Kabel nur eines können: dort unten Jahre und Jahrzehnte unbeschadet bleiben.

Zwei Kabel: zweiadrig und vieradrig

Die Serie SCP Direct Burial / Landscape besteht aus zwei Kabeln, die sich nur in der Anzahl der Adern unterscheiden. Beide haben Leiter mit dem Querschnitt 14 AWG, gebildet aus je 105 feinen Einzeldrähten aus sauerstofffreiem Kupfer, was das Kabel biegsam macht und die Verluste über lange Strecken gering hält. Das SCP 14-2 DB ist zweiadrig mit den Adern Schwarz und Rot und versorgt einen Lautsprecher oder, bei 70-Volt-Technik, eine ganze Linie von Satelliten, die sich nacheinander an dasselbe Kabel hängen. Das SCP 14-4 DB ist vieradrig mit Schwarz, Rot, Weiß und Grün: Ein Kabel führt zwei getrennte Lautsprecherleitungen, etwa zu einem Stereopaar am Ende des Gartens oder zu zwei Zonen, die denselben Weg nehmen, sodass nur ein Graben nötig ist. Beide Kabel tragen unter dem Mantel ein PE-Band und die Gelfüllung gegen Feuchtigkeit und Temperaturwechsel; der Mantel selbst besteht aus LLDPE, einem Kunststoff, der im Boden nicht spröde wird und Wurzeln, Steinen und Frost standhält. Für Sie heißt das: Für die Verbindung zu einem Erdsubwoofer oder zu einer 70-Volt-Linie genügt das zweiadrige Kabel, für zwei Lautsprecher oder zwei Zonen auf demselben Weg spart das vieradrige den zweiten Graben.

Querschnitt, Länge und die Frage nach 70 Volt

Wie dick ein Kabel sein muss, hängt von der Länge der Strecke und von der Zahl der Lautsprecher ab, die daran hängen. Bei einer niederohmigen Anlage mit 4 oder 8 Ohm wächst der Verlust mit jedem Meter, und ab einer gewissen Länge kommt hinten spürbar weniger an als vorne; 14 AWG deckt die üblichen Wege in einem Privatgarten gut ab. Bei vielen Lautsprechern auf langen Strecken wechselt man auf 70-Volt-Technik, bei der die Kabellänge kaum noch eine Rolle spielt und Dutzende Satelliten an einem einzigen Kabel laufen. Dann genügt das zweiadrige Kabel für eine ganze Zone, und das vieradrige führt zwei Zonen in einem Graben. Welcher Weg zu welchem Garten passt, erklärt der Ratgeber 70 Volt oder 4 Ohm mit Beispielen; die Kabelwege selbst gehören in die Planung der Fläche, wie sie der Ratgeber Gartenbeschallung planen beschreibt. Wer sich für ein Komplettsystem entscheidet, plant die Kabel gleich mit, denn sie liegen unter allem, was später wächst. Für Sie heißt das: Ein einziger Querschnitt für den ganzen Garten, gewählt nach der längsten Strecke, hält die Planung einfach und den Klang an jedem Hörplatz gleich.

Verlegen, anschließen, vergessen

Erdkabel werden in einer flachen Rinne verlegt, tief genug, dass Spaten und Vertikutierer sie nicht erreichen, und möglichst entlang von Wegen, Rasenkanten oder Beetgrenzen, damit sie später wieder auffindbar sind. Ein Foto oder eine Skizze des Verlaufs erspart in fünf Jahren das Suchen. Übergänge an Satelliten, Erdsubwoofern und Steinlautsprechern sollten kurz und wettergeschützt sein, damit die einzige Schwachstelle einer Erdleitung, der Anschluss, nicht im Wasser liegt. Ins Haus führt das Kabel durch eine abgedichtete Durchführung zum Verstärker, der drinnen bleibt. Wer vorausschauend plant, legt ein vieradriges Kabel, auch wenn zunächst nur zwei Adern gebraucht werden: Die zweite Zone oder das zweite Lautsprecherpaar kommt oft später, und der Graben ist dann schon da. Die Verlegung übernimmt der Fachhändler zusammen mit der Anlage, oder der Gartenbauer nach seinem Plan: Bezugsquellenanfrage. Und wenn Jahre später ein Lautsprecher dazukommt, führt der Weg zu ihm über dieselbe Leitung, ohne dass die Terrasse geöffnet werden muss.

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