
Essen und Feiern
Am Esstisch und beim Sommerfest entscheidet nicht die Lautstärke über die Atmosphäre, sondern ob man sich dabei noch unterhalten kann.
Essen im Freien und Feste im Garten sind die beiden Situationen, in denen am meisten gesprochen wird. Musik hat dort eine wichtige Rolle: Sie soll die Atmosphäre unterstützen, ohne dass jemand gegen sie ansprechen muss. Das ist anspruchsvoller, als es klingt, denn eine Anlage, die beim leisen Abendessen richtig eingestellt ist, reicht bei dreißig stehenden Gästen nicht, und umgekehrt.
Diese Seite beschreibt, was sich zwischen diesen beiden Situationen ändert: die Höhe, auf der der Schall abgestrahlt wird, die Zahl der Lautsprecher und die Frage, wo die Musik eigentlich herkommen soll.
Musik, gegen die niemand ansprechen muss
Am Esstisch muss die Musik so leise bleiben, dass niemand lauter sprechen muss als sonst. Das klingt selbstverständlich, scheitert in der Praxis aber regelmäßig an der Anordnung. Steht ein einzelner Lautsprecher weit entfernt, muss er laut spielen, damit am Tisch überhaupt etwas ankommt, und wer zufällig näher sitzt, bekommt zu viel ab. Am Tisch unterhält man sich dann über die Musik hinweg, und nach einer Stunde ist das anstrengend. Die Lösung liegt nicht am Lautstärkeregler, sondern in der Entfernung: Mehrere kleine Lautsprecher in zwei bis drei Metern Abstand erreichen dieselbe Verständlichkeit bei einem Bruchteil des Pegels. Hilfreich sind außerdem ein oder mehrere Subwoofer für den Tiefton, denn im Freien fehlen die Wände, die den Bass sonst stützen. Mit Fundament wirkt dieselbe Musik bei geringerer Lautstärke vollständig und runder. Genau diese geringere Lautstärke ist es, die ein Gespräch am Tisch möglich macht. Welche Rolle Zonen dabei spielen, beschreibt der Ratgeber Gartenbeschallung planen.
Im Stehen hört man anders als im Sitzen
Bei einem Empfang, einem Sommerfest oder einer Feier im Garten stehen die Gäste, und das verändert die Akustik grundlegend. Ein Lautsprecher, der auf etwa 45 Zentimetern Höhe für sitzende Gäste ausgerichtet ist, verschwindet bei stehendem Publikum in Hüfthöhe. Der Schall geht dann an den Gästen vorbei, weil stehende Körper ihn abschatten. Wer weiter hinten steht, hört vor allem das Stimmengewirr. Die richtige Ausrichtung und die passende Bauform, die den Klang näher an die Ohrhöhe bringt, machen an solchen Abenden den Unterschied zwischen gut verständlicher Hintergrundmusik und einem Klang, der im Raum untergeht. Dasselbe gilt für Lautsprecher, die an einer Wand sitzen: Je höher sie montiert sind, desto weniger stehen Menschen im Weg. Wer also weiß, dass auf einer Fläche überwiegend gestanden wird, sollte die Höhe zum Auswahlkriterium machen. Die freistehenden Formen für solche Flächen stehen unter Klangsäulen, wandmontierte Lösungen unter Aufbaulautsprecher.
Unter dem Dach, aber nicht über den Köpfen
Eine dritte Möglichkeit wird bei überdachten Sitzplätzen oft übersehen: aufhängen. Unter einer Pergola oder einem Vordach lässt sich ein Lautsprecher abhängen, und das hält die Fläche frei — nichts steht im Weg, kein Kabel läuft über den Boden. Sein Platz ist allerdings nicht über dem Tisch, sondern daneben: am Rand der überdachten Fläche oder seitlich vom Tisch. Direkt über den Köpfen hat ein Lautsprecher nichts verloren; wer darunter sitzt, säße im Nahfeld, während das andere Tischende kaum etwas abbekäme. Dafür sind diese Lautsprecher auch nicht gebaut: Sie strahlen rundum über 360 Grad ab und versorgen eine überdachte Fläche von der Seite her gleichmäßig. Gestalterisch wirken sie eher wie eine Leuchte als wie Technik. Zu bedenken ist die Befestigung: Ein hängender Korpus aus Beton oder Kunstharzbeton bringt Gewicht an eine einzelne Stelle der Unterkonstruktion, und das gehört vor der Montage geprüft. Die hängenden und stehenden Objekte aus Beton und Marmor finden Sie unter Designlautsprecher.
Wenn aus zehn Gästen dreißig werden
Menschen schlucken Schall. Eine Terrasse mit dreißig Gästen klingt anders als dieselbe Terrasse am Nachmittag, und dazu kommt, dass dreißig Gäste selbst Geräusch erzeugen. Der Reflex, am Regler nachzuhelfen, führt in eine Spirale: Die Musik wird lauter, die Gespräche werden lauter, die Musik muss wieder lauter werden. Wer absehen kann, dass auf einer Fläche regelmäßig gefeiert wird, plant deshalb besser mit mehr Lautsprechern als mit mehr Leistung. Mehrere verteilte Schallquellen halten den Pegel an jeder einzelnen Stelle niedrig und erreichen trotzdem alle Bereiche, auch die Ecken, in denen man sich zum Reden zurückzieht. Das ist zugleich die wirksamste Rücksicht auf die Nachbarschaft, denn was über die Grundstücksgrenze trägt, ist der Pegel an der lautesten Stelle und nicht der Durchschnitt. Ein Hinweis zur Vorbereitung: Es lohnt sich, die Anlage einmal vor dem ersten Fest mit Musik und bei Tageslicht einzustellen, statt das am Abend vor Gästen zu tun.