Architettura Sonora ICARUS SUB – der Bass, der sich nicht verstecken muss
Architettura Sonora

Architettura Sonora ICARUS SUB – der Bass, der sich nicht verstecken muss

Subwoofer sind normalerweise Möbelstücke, die man loswerden möchte: eine schwarze Kiste, die hinter dem Sessel oder unter der Bank verschwindet. Der Architettura Sonora ICARUS SUB dreht das um. Er ist ein niedriger, gedrungener Zylinder aus Beton oder Marmor, rund 34 Zentimeter hoch und 27 Zentimeter im Durchmesser. Und er darf ruhig gesehen werden – zwischen Pflanzkübeln, an der Terrassenkante, neben der Sitzgruppe. In seinem Inneren arbeitet ein 8-Zoll-Tieftöner von 40 bis 150 Hertz und liefert genau den Bereich, den die zierlichen ICARUS-Satelliten aus ihrer kleinen Bauform heraus nicht erzeugen können. Ohne ihn klingen diese Satelliten sauber, aber dünn; mit ihm bekommt Musik Körper und Wärme. Rund 22 Kilogramm geben ihm sicheren Stand; vorgesehen ist er für überdachte Bereiche, nicht für den frei bewitterten Garten. Die Trennung zu den Satelliten wird extern über DSP oder Aktivweiche gelegt. Gefragt ist er unter einem Dach, wo das Bassmodul sichtbar bleiben darf und zur übrigen Einrichtung passen soll.

Warum die kleinen Satelliten ohne ihn dünn bleiben

Wenn Sie die kleinen ICARUS-Satelliten zum ersten Mal alleine hören, fällt zweierlei auf: Stimmen kommen erstaunlich klar, und der Musik fehlt trotzdem etwas. Das ist keine Schwäche der Satelliten, sondern reine Physik. Ein Treiber von zwei oder dreieinhalb Zoll bewegt zu wenig Luft, um tiefe Töne zu erzeugen – ganz gleich, wie gut er gebaut ist. Genau diese untere Etage übernimmt der Architettura Sonora ICARUS SUB. Sein Achtzöller arbeitet von 40 bis 150 Hertz und schließt damit exakt den Bereich, den die Satelliten offenlassen. Der hörbare Unterschied ist größer, als die Zahlen vermuten lassen: Eine Gitarre bekommt Holz, eine Stimme bekommt Brust, ein Beat wird von etwas, das man hört, zu etwas, das man spürt. Der massive Zylinder hilft dabei mit. Sein Gewicht wirkt wie ein Gegenhalt für den Treiber, der sonst das Gehäuse selbst in Bewegung setzen würde – Sie hören den Bass, statt das Möbelstück daneben mitklappern zu lassen. Für Sie heißt das: Der Sub ist bei den Multi-Satelliten kein Zubehör, das man später einmal ergänzt, sondern der Teil, ohne den das System nur die halbe Arbeit macht. Wer die Reihenfolge umdreht und erst später ergänzt, ärgert sich meist über Monate, in denen die Anlage unter ihren Möglichkeiten blieb.

Ein Objekt zwischen Beeten statt einer Kiste unter der Bank

Die zweite Besonderheit ist gestalterischer Natur. Weil der ICARUS SUB aus demselben Material und in derselben Formensprache gefertigt ist wie die übrige Familie, müssen Sie ihn nicht verstecken. Er darf zwischen Stauden stehen, an einer Sockelmauer, neben der Feuerstelle oder im Loft am Rand der Sitzgruppe. Das ist mehr als eine Geschmacksfrage: Ein Subwoofer, der frei aufgestellt werden darf, kann dorthin, wo er akustisch am besten arbeitet – und das ist selten der Platz, an dem er optisch am wenigsten stört. Auf der überdachten Terrasse koppelt er an den Boden an und lässt Musik körperlich werden, im Innenraum profitiert er von der Nähe zu einer Wand. Wer ihn frei setzen darf, findet diese Stelle durch Ausprobieren in wenigen Minuten. Umgekehrt gilt: Wenn Sie ohnehin einen versteckten Bass planen und dessen Aussehen völlig gleichgültig ist, zahlen Sie hier für eine Qualität, die Sie nicht nutzen. Der Reiz dieses Moduls liegt darin, dass die Technik zur Szenerie gehören darf – als niedriges, ruhiges Gegengewicht zu den aufragenden Satellitensäulen der gleichen Reihe. Zwischen Gräsern und Kies wirkt der Zylinder nach einer Saison, als habe er schon immer dort gestanden.

Getrennt angesteuert, dafür genau anpassbar

Der ICARUS SUB bringt keine eigene Frequenzweiche mit. Die Trennung zu den Satelliten legen Sie extern, über einen DSP oder eine Aktivweiche. Das bedeutet einen Schritt mehr bei der Einrichtung und dafür deutlich bessere Ergebnisse, denn Trennfrequenz und Pegel lassen sich auf den jeweiligen Satelliten und die Umgebung abstimmen. Die kleinen 2-Zoll-Modelle der Multi-Linie brauchen eine höhere Übergabe als die 3,5-Zoll-Varianten. Auf einer offenen Terrasse darf der Bass kräftiger stehen als in einem Raum mit harten Flächen, wo zu viel davon nur dröhnt. Elektrisch verhält sich das Modul wie die übrigen Modelle der Familie, und es hat Reserve genug, um auch eine größere Freifläche mit Fundament zu versorgen, ohne dabei angestrengt zu klingen. Ein Hinweis für die Planung: Mehrere Satelliten dürfen an einem gemeinsamen Sub hängen, aber irgendwann ist eine Fläche zu groß für ein einzelnes Bassmodul. Als Faustregel gilt eine Zone, ein Sub – so bleibt der Tiefton dort, wo die Menschen sitzen, statt sich über den ganzen Außenbereich zu verteilen und dabei zu verschwimmen. Diese Aufteilung hat noch einen angenehmen Nebeneffekt: Der Bass bleibt näher am Hörplatz und trägt weniger weit zum Nachbargrundstück.

Aufstellen, verkabeln und stehen lassen

Praktisch ist der ICARUS SUB schnell in Betrieb: an den gewünschten Platz bringen, verkabeln, über die DSP-Endstufe einbinden – danach arbeitet er unauffällig mit den Satelliten zusammen. Sein niedriger Körper mit gut 22 Kilogramm steht von selbst sicher, ein Fundament braucht es nicht, und umsetzen lässt er sich später ohne Umbau. Der massive Beton, wahlweise Marmor, ist unempfindlich gegen Feuchte und Temperaturwechsel. Unter einem Dach bleibt er deshalb dauerhaft an seinem Platz, während einfache Kunststoffgehäuse dort meist schon nach wenigen Sommern kreiden und spröde werden. Achten Sie beim Verlegen der Leitung darauf, dass Kabel im Freien in ein Leerrohr gehören. Nicht wegen des Lautsprechers, sondern weil Gartenarbeit und Spaten sich erfahrungsgemäß nicht um Kabelwege kümmern. Beim Material gilt dasselbe wie bei der übrigen Reihe: Beton bekommt über die Jahre eine leicht mattere, offenere Oberfläche, Marmor bleibt unverändert. Beide altern würdig, statt zu vergilben. Nach ein paar Jahren wirkt der Zylinder eher gewachsen als abgenutzt. Genau darin liegt der stille Vorteil massiver Werkstoffe gegenüber allem, was lackiert oder beschichtet ist.

Technische Daten ICARUS SUB

BauartFreistehender Design-Subwoofer (Beton/Marmor)
Treiber8" Tieftöner
Hochtöner—
Frequenzgang40 – 150 Hz (-6 dB)
Belastbarkeit400 W Peak / 200 W RMS
Impedanz4 Ω
Wirkungsgradca. 87 dB (1 W / 1 m)
AbmessungenH ca. 34 cm × Ø 27 cm
Gewicht22 kg (Beton) / 24 kg (Marmor)
Schutzartfür überdachte Bereiche (Herstellerangabe: Under Covered Areas)
BesonderheitenExterne Trennung per DSP/Aktivweiche; Fundament für ICARUS-Multi-Satelliten; Beton oder Marmor; Zwei Ausführungen: Subwoofer ohne Weiche (empfohlene DSP-Einstellung HP = 35 Hz, 12 dB/Okt. und LP = 120 Hz, 12 dB/Okt.) oder Subwoofer mit Weiche an Bord (LP = 150 Hz, 12 dB/Okt.); Hochimpedanztechnik (High-z) optional an Bord (70–100 V, 30–60 W); Entwurf Giulia Archimede, 2018

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