Architettura Sonora SPHERINA MIDAIR – die Kugel auf halber Höhe, ohne Bohren aufgestellt
Die meisten Lautsprecher sollen möglichst wenig auffallen. Der Architettura Sonora SPHERINA MIDAIR verfolgt das Gegenteil: Er ist eine Kugel aus Beton oder Marmor auf einem eigenen Standfuß und damit ein Einrichtungsgegenstand, den man bewusst hinstellt – so, wie man eine Leuchte oder eine Skulptur aussucht. Das Material bestimmt dabei den Eindruck. Beton wirkt roh und ruhig, Marmor gemustert und wertig, und beide bringen ein Gewicht mit, das man beim Anfassen spürt. Technisch sitzt darin ein 6-Zoll-Koaxialtreiber, der von 60 bis 20.000 Hertz überträgt. Weil Hoch- und Tieftöner auf einer Achse liegen, kommt der Ton aus einer einzigen Quelle statt aus zwei getrennten Quellen. Der Fuß hebt die Kugel auf halbe Höhe zwischen Boden und Decke. Eines sollten Sie dabei wissen: Diese Ausführung ist für Innenräume und überdachte Bereiche vorgesehen. Für eine offene Terrasse ohne Dach ist sie nicht gedacht. Ein Kabel zum Verstärker genügt. Gefragt ist sie auf Ohrhöhe im Raum, wo weder gebohrt noch gehängt werden kann; draußen nur unter Dach.
Der Mittelweg zwischen hängend und bodennah
Wer sich innerhalb der Spherina-Familie entscheiden muss, steht vor einer Frage der Höhe. Die hängende Variante braucht eine tragfähige Decke und eine Montage. Die bodenstehende ruht schwer und tief, was optisch stark wirkt, den Treiber aber weit unter die Ohren bringt. Der Architettura Sonora SPHERINA MIDAIR liegt genau dazwischen: Sein eigener Standfuß hebt die Kugel auf halbe Höhe, ohne dass irgendwo gebohrt werden müsste. Für Sie ist das in mehrfacher Hinsicht praktisch. Der Klang kommt näher an die Ohrhöhe sitzender Personen, was Stimmen deutlich präsenter macht, ohne dass Sie lauter drehen müssen. Gleichzeitig bleibt die Kugel beweglich – Sie stellen sie um, wenn die Möblierung wechselt, und nehmen sie beim Umzug einfach mit. Und Sie brauchen weder eine geeignete Decke noch eine freie Wandfläche, was in Mietwohnungen, Showrooms und Bestandsgebäuden oft der entscheidende Punkt ist. Gestalterisch entsteht dabei das Bild einer Skulptur auf ihrem Sockel: Die Kugel steht sichtbar auf einem Träger, statt zu schweben oder am Boden zu liegen, und liest sich dadurch eindeutig als Objekt. Diese Klarheit gefällt vielen Menschen besser als eine Technik, die sich zu verstecken versucht und dabei am Ende doch auffällt, weil sie sichtbar dafür gebaut wurde, übersehen zu werden.
Wohnraum, Empfang und Showroom ohne Eingriff
Am häufigsten steht der MIDAIR dort, wo bauliche Eingriffe unerwünscht oder gar nicht möglich sind. In einer Mietwohnung neben dem Sofa, wo weder gebohrt noch gedübelt werden soll. In einem Empfangsbereich, dessen Wände aus Glas bestehen. In einem Showroom, dessen Aufbau sich alle paar Wochen ändert und in dem fest montierte Technik nach kurzer Zeit an der falschen Stelle wäre. Auch als Paar links und rechts einer Sitzgruppe funktioniert die Kugel gut, weil ihre Höhe dann für beide Seiten stimmt. Zur ehrlichen Einordnung gehören zwei Punkte. Erstens ist der MIDAIR für Innenräume und vollständig überdachte Bereiche vorgesehen – die offene Terrasse ist ausdrücklich nicht sein Platz, auch wenn der Werkstoff zunächst danach aussieht. Zweitens braucht eine frei stehende Kugel ein Kabel, das ohne Bodentank sichtbar bleibt. Wer die Position an einer Wandkante oder hinter einem Möbel wählt, löst das unauffällig; wer sie mitten im Raum plant, sollte den Kabelweg vorher durchdenken. Beides sind Kleinigkeiten, aber sie entscheiden über den Gesamteindruck. Eine gestalterisch überzeugende Kugel verliert viel, wenn ein loses Kabel quer über den Boden dazu führt – das ist dann der einzige Punkt, an dem das Auge hängen bleibt.
Sechs Zoll koaxial, auf halbe Höhe gesetzt
Akustisch entspricht der MIDAIR den übrigen Modellen der Familie und nutzt denselben 6-Zoll-Koaxialtreiber mit onboard eingebauter Zweiwege-Weiche. Nach unten endet die Kugel bei 60 Hertz – für Sprache und die meisten Musikstücke genügt das, für Filmton gehört ein Tieftongerät dazu. An 8 Ohm läuft sie an praktisch jeder Anlage, ein besonderer Verstärker ist dafür nicht nötig. Weil die Weiche bereits im Körper sitzt, genügt der Full-Range-Kugel ein Lautsprecherkabel zum Verstärker – kein DSP, keine externe Trennung. Für die Sub-Version gilt das nicht. Der Vorteil der koaxialen Bauweise zeigt sich gerade bei einer Kugel besonders deutlich: Weil Hochtöner und Tieftöner auf derselben Achse sitzen, gibt es keinen Punkt, an dem der Klang je nach Blickwinkel kippt. Sie hören von der Seite dasselbe wie von vorn. Optional ist die Kugel als Sub-Version mit einem 6-Zoll-Tieftöner von 50 bis 200 Hertz erhältlich, wenn eine gleich aussehende Sphäre das Bassfundament übernehmen soll. Sichtbeton lässt die Kugel abends ruhig zurücktreten, polierter Marmor zeichnet sie deutlicher, ohne dass sie dadurch technischer wirken würde, als es der Entwurf beabsichtigt.
Hinstellen, ausprobieren, stehen lassen
Der große praktische Vorteil einer frei stehenden Lösung ist, dass Sie nichts vorher festlegen müssen. Stellen Sie die Kugel an einen naheliegenden Platz, hören Sie ein paar Tage, und stellen Sie sie um, wenn es woanders besser klingt. Erfahrungsgemäß macht schon ein halber Meter Abstand zur Wand einen hörbaren Unterschied: Näher an der Wand wirkt der Bass kräftiger, weiter davon entfernt sauberer. Diese Stelle können Sie selbst finden, ohne Messtechnik und ohne Fachwissen – einfach durch Ausprobieren. Der massive Beton oder Marmor gibt der Kugel dabei sicheren Stand und arbeitet zugleich als bedämpftes Gehäuse, das nicht mitschwingt. Zur Pflege genügt gelegentliches Abstauben. Was Sie beachten sollten: Der Standfuß braucht eine ebene Fläche, auf hochflorigem Teppich steht die Kugel nicht sauber. Und beim Tragen sollten Sie das Gewicht nicht unterschätzen – massive Werkstoffe wiegen mehr, als eine kompakte Form vermuten lässt. Ist der Platz einmal gefunden, verlangt die Kugel über viele Jahre keine weitere Aufmerksamkeit. Sie wird schlicht zu einem Teil der Einrichtung, über den nach kurzer Zeit niemand mehr nachdenkt und den doch alle bemerken.
Technische Daten SPHERINA MIDAIR
| Bauart | Stehender Kugellautsprecher auf Standfuß (Beton/Marmor), indoor |
|---|---|
| Treiber | 6" Koaxial (Full-Range) / optional 6" Woofer (Sub-Version) |
| Hochtöner | koaxial integriert |
| Frequenzgang | Full-Range 60 – 20.000 Hz (-6 dB) / Sub 50 – 200 Hz |
| Belastbarkeit | 300 W max / 150 W RMS |
| Impedanz | 8 Ω |
| Wirkungsgrad | ca. 88 dB (1 W / 1 m) |
| Abmessungen | H 110,8 cm × Ø 40 cm (Kugel Ø 30 cm) |
| Gewicht | 19 kg (Beton) / 21 kg (Marmor) |
| Schutzart | nur Innenräume (Herstellerangabe: INDOOR only) |
| Besonderheiten | Kugel auf eigenem Standfuß; Mittelweg zwischen Air und Floor; Zweiwege-Weiche onboard; Sub-Ausführung 50 – 200 Hz; Sub ohne Weiche: DSP erforderlich (Werkseinstellungen auf Anfrage); Sub mit Weiche onboard: LP = 200 Hz, 12 dB/Okt. Lichtstimmung optional (LED-Modul 1 × 7 W, 7 W, 2700/3000 K, IP65). Hochohmig (High-z) onboard: nicht verfügbar. Ständerhöhe bis Kugelunterkante 90 cm, Kugel Ø 30 cm. Empf. Endstufe 200 W (Class D) |