James Loudspeaker · Serie

Outdoor Tower Series – die Außen-Standlautsprecher von James Loudspeaker mit OT66Q, OT84 und OT88Q

Ein Garten hat keine Wände, an die man etwas hängt

Auf einer Terrasse ist die Sache einfach: Es gibt eine Hauswand, einen Dachüberstand, eine Ecke. Weiter draußen wird es schwierig. Am Poolrand, auf einer Rasenfläche, in einer weitläufigen Gartenanlage oder auf einem Veranstaltungsgelände gibt es schlicht nichts, woran sich ein Lautsprecher befestigen ließe. Und was man dort hört, ist meist zu leise, weil der Schall von der Hauswand kommt und unterwegs verloren geht. Die Outdoor Tower Series von James Loudspeaker beantwortet diese Lage mit freistehenden Säulen. Sie werden dorthin gestellt, wo tatsächlich zugehört wird, und beanspruchen trotz kräftiger Bestückung wenig Grundfläche, weil die Bauform bewusst schmal gehalten ist. Alle Modelle teilen dieselbe Basis: ein säulenförmiges Gehäuse aus Marine-Aluminium in Flugzeugqualität, veredelt mit einer Marine-Pulverbeschichtung, die Sonne, Regen und Salzluft über Jahre trotzt. Über sechzehn Standardfarben und eine Sonderlackierung sorgen dafür, dass sich jeder Turm der Bepflanzung oder dem Belag unterordnet, statt hervorzustechen. Wenige, gezielt gesetzte Säulen ersetzen so eine ganze Reihe kleinerer Lautsprecher. Und für Architekten und Planer entsteht zugleich eine durchgängige Formensprache, mit der sich Terrasse, Poolbereich und Garten einheitlich bestücken lassen.

Die Entfernung zum Sitzplatz gibt die Größe vor

Bei Lautsprechern im Freien führt der häufigste Fehler über den Wunsch nach Unauffälligkeit: Es wird das kleinste Modell gewählt, und danach fehlt auf halber Strecke die Substanz. Gehen Sie deshalb zuerst den Weg ab, den der Ton zurücklegen muss – vom möglichen Standort bis zum entferntesten Platz, an dem noch zugehört wird. Draußen gibt es keine Wände, die den Schall zurückwerfen, weshalb Pegel und Grundton mit der Entfernung deutlich schneller abnehmen als in einem Zimmer. Die zweite Frage lautet, ob ein separater Subwoofer eingeplant ist. Wenn nicht, brauchen Sie einen Turm, der sein Fundament selbst erzeugt, und dann führt der Weg zum OT84 mit seiner Aktiv-Passiv-Anordnung, die bis rund 35 Hertz hinabreicht. Ist ein Subwoofer dagegen ohnehin vorgesehen, darf die Säule schmaler ausfallen und sich auf Mittel- und Hochton konzentrieren. Erst zum Schluss kommt der Anspruch an Pegel und Tiefgang, und dort steht der OT88Q, der auch große Terrassen, Poolanlagen und Veranstaltungsflächen trägt. Als Faustregel gilt: Lieber ein Modell größer und leiser betrieben als eines zu klein und dauerhaft ausgereizt.

Was Sie festlegen, bevor der erste Spatenstich fällt

Zwei Entscheidungen sollten Sie treffen, solange der Außenbereich noch veränderbar ist, weil beide später Aufwand verursachen. Die erste betrifft die Befestigung. Ein Turm lässt sich intern montieren, also dauerhaft im Hardscape verankern, oder extern aufstellen und damit beweglich halten. Verankern ist die saubere Lösung, wenn Wege, Beete und Sitzbereiche endgültig festliegen. Wächst die Bepflanzung dagegen noch, oder wird die Fläche je nach Anlass anders genutzt, ist die bewegliche Aufstellung die klügere Wahl. Die zweite Entscheidung betrifft die Leitungen. Bei kurzen Wegen und wenigen Lautsprechern arbeiten Sie niederohmig an vier Ohm direkt an der Endstufe. Sobald jedoch viele Lautsprecher über größere Entfernungen verteilt werden, ist eine 70-Volt-Linie der gangbare Weg, weil sich die Verluste über die Strecke in Grenzen halten. Dafür stehen der OT66Q und der OT88Q in der passenden Ausführung bereit. Die 4-Ohm-Variante des OT84 bleibt dem Direktbetrieb vorbehalten. Rechnen Sie zusätzlich zwei Verstärkerkanäle je Turm ein, wenn Sie das bi-ampfähige Spitzenmodell einsetzen. Der Korpus aus Marine-Aluminium mit Marine-Pulverbeschichtung und ein Frontgitter, das die Treiber zugänglich hält, sind allen gemeinsam.

Standorte finden, Leitungen legen, Erwartungen klären

In der Praxis bestimmt die zu beschallende Fläche das Modell. Der schlanke OT66Q mit ergänztem Subwoofer für mittlere, gestalterisch anspruchsvolle Bereiche, der OT84 als vollbereichsfähiger Allrounder für Terrasse und Poolrand. Der OT88Q steht dort, wo Druck, Tiefgang und Reichweite gefragt sind. Wichtiger als das Modell ist oft die Zahl: Zwei Säulen, die die Sitzfläche von beiden Seiten fassen, klingen ausgeglichener als eine einzelne, die alles allein tragen muss. Vor dem Aufstellen sollte die Leitungsführung geklärt sein, denn ein Erdkabel lässt sich schlecht nachträglich verlegen, wenn Pflaster und Bepflanzung fertig sind. Und eine ehrliche Erwartung gehört dazu: Im Freien fehlen Wände und Decke, die den Schall zurückwerfen, weshalb draußen mehr Leistung nötig ist als in einem gleich großen Zimmer. Und weshalb ein leiser Hintergrundklang über eine weite Fläche nicht funktioniert. Früh zu klären ist auch die Farbwahl, denn sie entscheidet, ob die Säule gesehen oder übersehen wird. Wo Fläche, Zahl der Säulen und Endstufe zusammenpassen, entsteht dagegen eine Außenanlage, die auch am anderen Ende des Gartens noch vollständig klingt.