James Loudspeaker · Serie

Wedge X Series von James Loudspeaker – zwei Doppeltieftöner-Keile für den Außenbereich

Im Freien fehlen die Wände, die sonst mithelfen

Ein Lautsprecher im Freien hat es mit Bedingungen zu tun, die kein Wohnzimmer kennt. Es gibt keine Wände, die den Schall zurückwerfen und die Wiedergabe stützen – Musik verliert sich, und was drinnen bei geringer Lautstärke vollständig klingt, wirkt draußen dünn. Dazu kommt die Witterung: Feuchtigkeit, Temperaturwechsel, in Küstennähe salzhaltige Luft. Diese Reihe ist für genau diese Kombination gebaut. Sie überträgt das keilförmige Eckprinzip in eine konsequent wetterfeste, auf höheren Pegel ausgelegte Bauform. Wie die Ausführungen für innen setzen beide Modelle in die rechtwinklige Kante zweier Wände oder von Wand und Decke. Von dort geben sie ihren Schall frei in den Raum ab, ohne dass irgendwo eine Fläche geöffnet werden müsste. Anders als bei den kompakten Grundmodellen arbeiten hier jedoch stets zwei Tieftöner, die das mittige Hochtonarray links und rechts einfassen. Das ergibt mehr Membranfläche, mehr Pegel und ein tragfähigeres Fundament – also genau das, woran es draußen mangelt. Der Hochton kommt von vier winzigen Titankalotten, die die Höhen breit auffächern. Für einen Bereich, der nach oben und zur Seite offen ist, ist genau diese zusätzliche Fläche der Unterschied zwischen Hintergrundgeräusch und Musik.

Die Fläche entscheidet, nicht der Geschmack

Bei zwei Modellen ist die Wahl übersichtlich, und sie hängt an der Größe der Fläche, die versorgt werden soll. Gehen Sie dafür einmal Ihren Außenbereich ab und stellen Sie sich zwei Fragen. Erstens: Wie weit ist es vom vorgesehenen Montageort zum entferntesten Platz, an dem noch etwas zu hören sein soll? Zweitens: Ist der Bereich nach oben und zur Seite offen, oder wird er von Wänden und einem Dach gefasst? Für eine mittlere Terrasse, eine Loggia oder einen abgegrenzten Sitzbereich, in dem ein dezenter und gleichmäßiger Klang gefragt ist, ist der WX48QT die passende Wahl. Er arbeitet mit zwei Vier-Zoll-Tieftönern aus Aluminium und deckt den Bereich ab rund 70 Hertz ab. Wird die Fläche größer oder offener, fehlt genau unten die Substanz. Dann greift der WX58QT mit zwei größeren Tieftönern, kommt rund 60 Hertz tief hinunter und stellt spürbar mehr Grundton bereit. Beide teilen dasselbe Titan-Array, dieselbe niedrige Last am Verstärker und dieselbe Bauweise. Deshalb lassen sie sich in einem Projekt beliebig kombinieren – der größere als tragender Kanal, der kompaktere zur flächendeckenden Ergänzung. Damit deckt die Reihe mit zwei Modellen ein breites Feld ab.

Vom Halter bis zum Verstärkerkanal

In der Praxis setzen Sie die Keile mit dem Eckhaltersystem in die 90-Grad-Kante, führen die Kabel verdeckt und binden die Lautsprecher als Stereopaar oder als Mehrkanalfront ein. Beide Modelle sind passiv und laufen an einem geeigneten Verstärkerkanal – es gibt nichts zu konfigurieren, und nach der Montage bleibt nur das Einpegeln. Drei Punkte lohnen dabei Aufmerksamkeit. Erstens die Höhe: Je höher der Lautsprecher sitzt, desto größer die versorgte Fläche, aber desto weiter ist er auch von den Ohren entfernt. Auf einer überdachten Terrasse hat sich eine Position knapp unter der Deckenkante bewährt. Zweitens die Kabelwege, die im Außenbereich meist länger ausfallen als gedacht – rechnen Sie großzügig und wählen Sie einen entsprechenden Querschnitt. Drittens die Erwartung: Diese Reihe erschließt Positionen, an denen weder Wand noch Decke geöffnet werden können, und sie hält Wetter aus. Sie ersetzt aber keinen Tieftonerzeuger im Garten – wenn körperlich spürbarer Bass gefragt ist, gehört ein eigenes Basssystem dazu. Wie robust das ausgeführt ist, zeigt der Blick auf den Aufbau selbst.

Der Schalter, den man einmal richtig stellt

Eine Besonderheit dieser Reihe verdient Aufmerksamkeit, weil sie über das Ergebnis mehr entscheidet als jede andere Einstellung: der eingebaute Boundary-Switch. Er existiert, weil eine Ecke akustisch etwas mit dem Klang macht. Zwei aufeinandertreffende Flächen verstärken den unteren Bereich, und ein Lautsprecher, der dort sitzt, klingt ohne Korrektur voller und im Grundton schwerer, als er soll. Mit diesem Schalter lässt sich die Wiedergabe an die konkrete Ecksituation anpassen, sodass der tonale Aufbau ausgewogen bleibt. Stellen Sie ihn beim Einpegeln ein und nicht vorher am Boden – erst in der endgültigen Position zeigt sich, was der Ort tatsächlich beiträgt. Der übrige Aufbau zielt auf lange Standzeit. Die Titankalotten werden mit Ferrofluid gekühlt und arbeiten gegen eine akustische Rückkammer, was ihre Belastbarkeit und ihre Reserven bei Wärme erhöht. Weil sie gegeneinander gedreht sitzen, bleibt das Klangbild auch neben der Achse präsent. Die Tieftöner aus Aluminium tragen eine Sicke aus Santoprene und sind auf jahrelangen Betrieb im Freien ausgelegt. Der Keil besteht durchgehend aus Aluminium, und das Gitter hält ein Clipsystem ohne Werkzeug an seinem Platz. Beide Modelle sind bewusst auf die besonderen Anforderungen der Eckmontage im Freien hin ausgelegt und nicht bloß wetterfest lackierte Innenlautsprecher. Draußen zahlt sich genau das über Jahre aus.