Architettura Sonora SPHERE 360 – die Kugel, bei der es keinen schlechten Platz gibt
Architettura Sonora

Architettura Sonora SPHERE 360 – die Kugel, bei der es keinen schlechten Platz gibt

Wer einen Garten gestaltet, achtet auf Material, Proportion und darauf, was zwischen Pflanzen und Wegen steht. Gewöhnliche Außenlautsprecher passen dort schlecht hinein: Kästen an Bügeln, die man sofort als Technik erkennt. Der Architettura Sonora SPHERE 360 geht einen anderen Weg. Er ist eine massive Kugel aus Beton, Marmor oder Terrakotta, die auf dem Boden ruht wie ein gesetzter Stein und in einer Bepflanzung nicht auffällt. Der Klang verlässt sie in alle Richtungen zugleich, sodass es keine Vorderseite gibt, nach der die Kugel ausgerichtet werden müsste. Sie setzen sie dorthin, wo sie im Bild richtig steht, nicht dorthin, wo sie hinzeigen soll. Das erleichtert die Planung erheblich, weil Gestaltung und Beschallung nicht mehr gegeneinander arbeiten. Ihr 6-Zoll-Koaxialtreiber überträgt von 50 bis 20.000 Hertz. In frostfester Ausführung bleibt sie ganzjährig draußen. Nötig sind ein Kabelweg und die Bereitschaft, ein schweres Objekt endgültig zu setzen. Gefragt ist sie, wo eine Fläche einen Mittelpunkt hat: Sitzplatz, Beet, Poolrand.

Kein bevorzugter Platz, keine tote Ecke

Die meisten Lautsprecher haben eine Vorderseite, und das bringt im Freien ein Problem mit sich: Im Garten hält sich niemand an eine Sitzordnung. Menschen stehen, gehen, setzen sich um, und wer seitlich oder hinter der Box landet, hört ein anderes Klangbild als der Rest. Der Architettura Sonora SPHERE 360 löst das durch seine Bauform. Er strahlt rundum ab, sodass auf allen Seiten annähernd dasselbe ankommt. Sie können um ihn herumgehen, ohne einen Wechsel zu bemerken. Für Terrassen, Poolbereiche und offene Wohnräume ist das der praktische Kern des Entwurfs. Hinzu kommt der Koaxialtreiber, bei dem Hochtöner und Tieftöner auf einer Achse sitzen: Der Ton kommt wie aus einer einzigen Quelle, statt sich in zwei Ebenen aufzuteilen. Mit 50 Hertz unterer Grenze reicht diese Kugel spürbar tiefer als die kleineren Modelle der Familie, was gerade im Freien zählt, wo Bass ohne Wände schnell verloren geht. Was Sie dafür aufgeben, ist die gerichtete Ansprache: Wer einen bestimmten Sitzplatz gezielt beschallen möchte, ist mit einem ausrichtbaren Modell besser bedient. Rundum abzustrahlen bedeutet immer auch, dass ein Teil des Schalls dorthin geht, wo gerade niemand steht. Im Garten fällt das kaum ins Gewicht, in einem halligen Innenraum durchaus.

Ein Findling im Garten, ein Objekt im Raum

Die Kugel ist die Form, mit der Architettura Sonora ihren Ruf begründet hat, und der Grund dafür liegt auf der Hand: Ein runder Stein wirkt im Garten nie fremd. Zwischen Gräsern, an einem Kiesbett, neben einem Wasserbecken oder am Rand einer Rasenfläche liest sich die Kugel wie ein Findling, den jemand bewusst gesetzt hat. Nichts daran erinnert an Technik – keine sichtbaren Schrauben, kein Gitter, keine Kante. Im offenen Wohnraum wirkt dieselbe Form eher wie eine Skulptur auf dem Boden. Bei den Werkstoffen lohnt ein Gedanke: Beton wirkt sachlich und modern, Marmor edel und kühl, Terrakotta warm und mediterran – dieselbe Kugel erzählt je nach Material eine andere Geschichte. Zur ehrlichen Einordnung gehört, dass eine einzelne Kugel einen Bereich beschallt und keinen ganzen Garten. Bei weitläufigen Anlagen mit mehreren Aufenthaltszonen brauchen Sie entsprechend mehrere Quellen, sonst wird es an einer Stelle laut und an der anderen dünn. Zwei oder drei verteilte Kugeln klingen dabei fast immer besser als eine einzelne, die gegen die Fläche ankämpft. Und weil jede davon leiser spielen darf, trägt der Schall spürbar weniger weit über die Grundstücksgrenze hinaus, was abends im Sommer oft der entscheidende Punkt ist.

Rundumabstrahlung ab 50 Hertz, ohne Zusatztechnik

Technisch arbeitet im SPHERE 360 ein 6-Zoll-Koaxialtreiber mit bereits eingebauter Zweiwege-Weiche, der von 50 bis 20.000 Hertz überträgt. Ein Verstärker der üblichen Wohnzimmerklasse genügt der Kugel; besondere Technik verlangt sie nicht, und ihre Kraftreserven reichen so weit, dass sie auch bei geöffneter Terrassentür nie angestrengt wirkt. Da die Weiche im Körper sitzt, brauchen Sie nichts weiter als ein Lautsprecherkabel. Die untere Grenze von 50 Hertz ist der eigentliche Unterschied zu den kleineren Sphären: Rund zehn Hertz tiefer klingt nach wenig, entspricht aber gut einer halben Oktave und ist bei Bassläufen und elektronischer Musik deutlich hörbar. Für Filmton mit sehr tiefen Effekten lässt sich zusätzlich ein Subwoofer der Familie ergänzen. Optional gibt es die Kugel auch selbst als Sub-Version mit einem 6-Zoll-Tieftöner von 42 bis 150 Hertz. Die runde Bauform bringt dabei einen konstruktiven Vorteil mit: Es gibt keine parallelen Innenflächen, an denen sich stehende Wellen bilden, und keine Kanten, an denen der Schall bricht.

Material, Standort und die Jahre danach

Bei der Aufstellung gilt dasselbe wie bei allen schweren Objekten im Freien: ebener, tragfähiger Untergrund, und auf weichem Rasen besser eine unauffällige Platte darunter, damit die Kugel nicht einsinkt. Ist der Platz gefunden, bleibt sie in der Regel für viele Jahre dort. Der frostfeste Werkstoff macht ein Einlagern im Winter überflüssig – die Kugel übersteht Frost, Schnee, Regen und direkte Sonne ohne jede Vorbereitung. Wie das Material altert, hängt von der Wahl ab. Beton wird über die Jahre etwas offener und matter in der Oberfläche und wirkt danach eher gewachsen als neu. Marmor bleibt praktisch unverändert und behält seine Zeichnung. Terrakotta entwickelt am deutlichsten Patina und nimmt in feuchten Lagen mit der Zeit einen leichten grünlichen Ton an, was in mediterran gestalteten Gärten oft ausdrücklich gewünscht ist. Alle drei altern damit auf eine Weise, die man als Charakter lesen kann, während lackierte Gehäuse in derselben Zeit kreiden und fleckig werden. Zur Pflege genügt Wasser und ein Tuch, einmal im Frühjahr. Mehr Aufwand entsteht über die gesamte Nutzungsdauer nicht, und genau das macht die Kugel im Garten so unaufgeregt langlebig, ganz gleich, für welchen der drei Werkstoffe Sie sich entschieden haben.

Technische Daten SPHERE 360

BauartOmnidirektionaler Kugellautsprecher (Beton/Marmor/Terrakotta)
Treiber6" Koaxial (Full-Range) / optional 6" Woofer (Sub-Version)
Hochtönerkoaxial integriert
FrequenzgangFull-Range 50 – 20.000 Hz (-6 dB) / Sub 42 – 150 Hz
Belastbarkeit300 W max / 150 W RMS
Impedanz8 Ω
Wirkungsgradca. 89 dB (1 W / 1 m)
AbmessungenH 49 cm × Ø 36 cm
Gewicht24 kg (Beton) / 25 kg (Marmor) / 15 kg (Terrakotta)
BesonderheitenOmnidirektionale Rundumabstrahlung; Zweiwege-Weiche onboard; Sub-Ausführung 42 – 150 Hz; Beton, Marmor oder Terrakotta; Sub ohne Weiche: DSP erforderlich (Werkseinstellungen auf Anfrage); Sub mit Weiche onboard: LP = 150 Hz, 12 dB/Okt. Lichtstimmung optional (LED-Modul 1 × 7 W, 7 W, 2700/3000 K, IP65). Hochohmig (High-z) onboard optional: 70 – 100 V, 30 – 60 W. Zwei Kabelabgänge: horizontal oder vertikal unterirdisch. Empf. Endstufe 200 W (Class D)

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