Architettura Sonora SPHERINA AIR PLUMA – die Kugel, die den Weg zum Gast verkürzt
In einem Raum mit fünf Metern Deckenhöhe, Sichtbeton und Steinboden klingt Musik selten gut. Lautsprecher in der Decke sind weit weg, ihr Schall legt einen langen Weg zurück und trifft unterwegs auf lauter harte Flächen. Der Architettura Sonora SPHERINA AIR PLUMA setzt an dieser Entfernung an: Die Kugel von 300 Millimetern Durchmesser wird an einem Abhänger montiert und kann auf die Höhe gebracht werden, auf der die Gäste sitzen, statt fünf Meter darüber zu bleiben. Sie strahlt rundum ab und versorgt so den gesamten Bereich um sich herum. Nach unten endet ihr Bereich bei 60 Hertz, tiefer Bass ist damit nicht ihre Aufgabe; die Belastbarkeit liegt bei 150 Watt an acht Ohm. Der Körper besteht aus Kunstharzbeton und ist mit 5 Kilogramm so leicht, dass auch eine Wand als Befestigung in Frage kommt. Erhältlich ist er roh in Grau, Schwarz, Weiß und Rot, in jedem RAL-Ton lackiert oder mit der metallischen Klondike-Veredelung. Innen jede Ausführung, draußen nur Klondike. Gefragt ist sie unter einem Dach, wo der Boden frei bleibt.
Fünf Meter Decke sind vier Meter zu viel
Hohe Räume sind architektonisch reizvoll und akustisch undankbar. Sitzt der Lautsprecher an einer Decke in fünf Metern Höhe, hat sein Schall einen weiten Weg bis zum Ohr, und auf diesem Weg passiert zweierlei: Der Pegel nimmt mit der Entfernung deutlich ab, und ein wachsender Anteil trifft zuerst auf Wände, Boden und Fensterflächen, bevor er ankommt. Bei einem Raum mit Sichtbeton, Glas und Steinboden ist der reflektierte Anteil am Sitzplatz schnell größer als der direkte. Und das hört sich diffus an, so als käme die Musik von überall und nirgends. Man dreht lauter, und weil sich beide Anteile gemeinsam erhöhen, wird es nur unruhiger. Der Architettura Sonora SPHERINA AIR PLUMA löst das auf die einfachste denkbare Weise, nämlich indem er die Entfernung verkürzt. Als abgependelte Kugel lässt er sich auf zweieinhalb oder drei Meter herunterholen, also auf die Höhe der Gäste. Halbiert man den Abstand, gewinnt man rund sechs Dezibel, und ebenso wichtig ist, dass der direkte Anteil gegenüber dem reflektierten deutlich zunimmt. Die Musik bekommt dadurch wieder einen Ort, und der Raum tritt zurück, statt sich mit seinem Nachhall in den Vordergrund zu drängen. Sie hören wieder die Musik und nicht den Raum, in dem sie läuft.
Ein Körper, der zur Einrichtung gehört
Ein tief hängender Lautsprecher ist sichtbar, daran führt kein Weg vorbei, und deshalb entscheidet seine Gestalt darüber, ob er als Technik oder als Teil der Einrichtung wahrgenommen wird. Der SPHERINA AIR PLUMA ist als Kugel von 300 Millimetern Durchmesser aus Kunstharzbeton gefertigt, einem Werkstoff, der wie Beton aussieht und sich auch so anfühlt. Er wirkt damit eher wie ein Leuchtenkörper oder ein Objekt als wie ein Lautsprecher. Wer es auffälliger möchte, wählt die Klondike-Veredelung mit einem Überzug in Gold, Silber oder Bronze. Wer es ruhiger braucht, lässt die Kugel in dem RAL-Ton lackieren, der zur Wand oder zur Decke passt. Ihr Namenszusatz Pluma, also Feder, ist dabei wörtlich gemeint: Der Körper wiegt 5 Kilogramm und damit weit weniger, als eine Betonkugel dieser Größe vermuten ließe. Praktisch ist zudem, dass sie keine Stellfläche und keine Wandfläche belegt: In einem Café oder Ladenlokal, in dem jeder Quadratmeter Boden verplant und jede Wand vergeben ist, bleibt der Deckenbereich oft der einzige freie. Mehrere Kugeln über einer Fläche verteilt ergeben zugleich ein wiederkehrendes Motiv, das die Zonen des Raumes sichtbar gliedert, ohne dass dafür eine Wand oder ein Regal geopfert werden müsste. In gut ausgelasteten Räumen ist das oft das entscheidende Argument.
Was die Kugel überträgt und wo ihre Grenze liegt
Nach unten endet die Kugel bei 60 Hertz. Für Sprache und für die meisten Musikstücke reicht das aus, für den tiefsten Bereich eines Filmtons dagegen nicht – dafür gehört ein eigenes Tieftongerät dazu. Das ist ehrlich betrachtet ein Wert für angenehme, nicht für laute Beschallung. Für Musik über Tischen, für Sprache und für die Stimmung in einem Innenraum reicht das jedoch vollkommen, zumal die kurze Entfernung zum Zuhörer den moderaten Wirkungsgrad zum Teil wieder ausgleicht. Der geschlossene Körper aus Kunstharzbeton bildet Beton auch mechanisch nach: Er ist steif und resonanzarm, schwingt also selbst nicht mit, obwohl er wenig wiegt. Wichtig für die Planung ist die Einschränkung beim Einsatzort, und die hängt nicht am Lautsprecher, sondern an der Oberfläche: Eine lackierte Kugel gehört in den Innenraum, die metallisch veredelten Klondike-Ausführungen dürfen zusätzlich unter ein Dach im Freien, und allein der Corten-Effekt ist von dieser Grenze ausgenommen. Wer die Kugel im Freien unter ein Vordach hängen möchte, legt deshalb zuerst die Ausführung fest und dann den Ort, nicht umgekehrt.
Hängehöhe, Anzahl und Montage
Die Hängehöhe ist die wichtigste Entscheidung und lässt sich nicht pauschal festlegen. Als Anhaltspunkt hat sich bewährt, die Kugel so weit herunterzuholen, dass sie deutlich unterhalb der Deckenebene sitzt. Sie bleibt aber hoch genug, dass niemand dagegenstößt und die Sicht durch den Raum frei bleibt. Neben einer Sitzgruppe sind das häufig zweieinhalb bis drei Meter über dem Boden. Je tiefer die Kugel hängt, desto kleiner ist der Bereich, den sie mit gutem Pegel versorgt, weshalb tiefe Hängung und höhere Stückzahl zusammengehören. Für eine größere Fläche verteilt man mehrere Kugeln in gleichmäßigen Abständen, statt eine einzelne lauter zu betreiben. Baulich ist der Punkt, an dem die Decke den Abhänger trägt, vorher zu prüfen. Mit 5 Kilogramm ist die Kugel zwar kein schweres Bauteil, die Befestigung muss aber dauerhaft sicher sein. Elektrisch genügt eine Lautsprecherleitung und ein passender Verstärker; eine Steckdose an der Decke ist nicht nötig. Wo eine abgehängte Kugel nicht in Frage kommt, etwa weil der Raum niedrig ist oder die Sichtachse frei bleiben muss, ist die Montage an der Wand die nächstliegende Lösung. Denn eine Kugel auf Kopfhöhe löst mehr Probleme aus, als sie behebt.
Technische Daten SPHERINA AIR PLUMA
| Bauart | Omnidirektionale Deckenkugel aus Kunstharzbeton, Decken- und Wandmontage |
|---|---|
| Treiber | Kugellautsprecher mit omnidirektionaler Rundumabstrahlung (360°); 6" Koaxial (dual concentric) für Full-Range; 6" Woofer für die Subwoofer-Ausführungen |
| Hochtöner | in der Sphäre integriert |
| Frequenzgang | 60 – 20.000 Hz (-6 dB) |
| Belastbarkeit | 300 W Peak / 150 W RMS |
| Impedanz | 8 Ω nominal |
| Wirkungsgrad | 88 dB (1 W / 1 m) |
| Abmessungen | Ø 300 mm |
| Gewicht | 5 kg (ohne Aufhängung) |
| Besonderheiten | omnidirektionale 360°-Abstrahlung; Korpus aus Kunstharzbeton, dazu Lackierung in jedem RAL-Ton oder Klondike-Veredelung mit Gold-, Silber- oder Bronzeüberzug (nur innen oder überdacht); klingender Eyecatcher für die Deckenmontage; Zweiwege-Weiche onboard (Full-Range). Sub ohne Weiche: DSP erforderlich; Sub mit Weiche onboard: LP = 200 Hz, 12 dB/Okt; Sub-Frequenzgang 50 – 200 Hz (-6 dB). Lichtstimmung optional (LED-Modul 1 × 7 W, 2700/3000 K, IP65). Hochohmig (High-z) onboard: nicht verfügbar. Kunstharzbeton bildet Beton mechanisch und optisch nach, wiegt aber deutlich weniger; erlaubt dadurch Aufhängung auch an Wänden und an dünneren, weniger tragfähigen Flächen |