James Loudspeaker OMNI 109-4/70-P – eine Anlage, für die niemand bohren muss
Nicht jede Fläche gehört einem selbst. Auf einer Mietterrasse, im Innenhof einer Wohnanlage oder in einem Haus, das nur für einige Jahre bewohnt wird, gilt eine klare Grenze. Dort verbietet sich alles, was eine Grube, ein Bohrloch oder die Zustimmung des Eigentümers verlangt. Der OMNI 109-4/70-P bringt deshalb die Technik der vergrabenen Modelle in ein Standgehäuse mit Pflanzkübel, das nur aufgestellt wird. Ein 10-Zoll-Tieftöner strahlt im Sockel nach unten, vier 4-Zoll-Konustieftöner und vier 0,75-Zoll-Kalotten verteilen Mitten und Höhen rundum. Nach unten reicht er bis 20 Hertz – Tiefgang, den man einem Objekt dieser Größe nicht ansieht und den man draußen eher spürt als hört. Angesteuert wird er wahlweise unmittelbar oder über eine Verteilleitung, wie sie in weitläufigen Außenanlagen üblich ist; Tiefton und Rundumsektion lassen sich getrennt versorgen. Gefertigt ist das Gehäuse aus Marine-Aluminium 5052. Der Untergrund muss eben und tragfähig sein. Gefragt ist er, wo nicht gebohrt und gegraben werden darf: Mietterrasse, Wohnanlage.
Kein Bohrloch, keine Grube, keine Genehmigung
Eine Außenanlage verlangt normalerweise Eingriffe: Erdspieße im Beet, eine Grube für den Subwoofer, Leitungen unter der Grasnarbe, Dübel in der Fassade. Für ein eigenes Grundstück ist das kein Problem, in anderen Situationen aber sehr wohl. Wer zur Miete wohnt, braucht für bauliche Veränderungen eine Zustimmung und muss beim Auszug den ursprünglichen Zustand herstellen. In einer Wohnanlage gehören Terrassen und Außenflächen häufig zum Gemeinschaftseigentum, was jede feste Installation zu einem Thema für die Verwaltung macht. Und wer ein Haus auf Zeit bewohnt, möchte Aufwand vermeiden, der beim Auszug zurückbleibt. Die Planter-Ausführung umgeht all das, weil sie nichts verändert: Sie wird aufgestellt, angeschlossen und kann jederzeit wieder mitgenommen werden. Das ist mehr als ein Behelf. Ein frei stehender Lautsprecher lässt sich auch später versetzen, wenn sich die Nutzung der Fläche ändert, und es verträgt sich mit Terrassenbelägen, die man nicht öffnen möchte. Die Freiheit, eine Entscheidung nicht endgültig treffen zu müssen, ist im Alltag oft mehr wert als die letzte Perfektion der Aufstellung. Wer sich nicht festlegen muss, probiert außerdem eher aus und findet dadurch häufig den besseren Platz. Bei fest eingegrabenen Lösungen bleibt es dagegen meist bei der ersten Vermutung.
Mietterrassen, Wohnanlagen und Häuser auf Zeit
Der OMNI 109-4/70-P passt überall dort, wo Festinstallation ausscheidet oder unerwünscht ist. Eine gemietete Wohnung mit großer Terrasse. Eine Eigentumswohnung mit Gartenanteil, dessen Bodenaufbau unangetastet bleiben soll. Ein Haus, das nur für einige Jahre bewohnt wird. Auch dort, wo der Boden schlicht nicht mitspielt, ist er die Lösung: auf Terrassenplatten, Holzdecks, Innenhöfen und versiegelten Flächen. Klanglich müssen Sie dafür nichts aufgeben, denn Treiberbestückung und Übertragungsbereich entsprechen der eingegrabenen Ausführung. Zwei Punkte gehören zur ehrlichen Einordnung. Erstens braucht auch ein frei stehender Lautsprecher Strom beziehungsweise eine Signalleitung, und diese muss irgendwie über die Fläche geführt werden; ganz ohne Kabel geht es nicht. Zweitens ist ein Gehäuse von 767,8 Millimetern Höhe sichtbar, auch mit Bepflanzung; wer eine völlig freie Fläche möchte, kommt an einer verdeckten Lösung nicht vorbei. Wer damit leben kann, bekommt eine vollwertige Anlage ohne jeden bleibenden Eingriff. Beim Auszug wird sie eingepackt und mitgenommen, und die Fläche bleibt so zurück, wie sie war. Für eine Wohnung auf Zeit ist das nicht nur bequem, sondern häufig die einzige zulässige Lösung.
Die Technik des großen Omni in einem Standgehäuse
Für die Planter-Ausführung wurde nichts an der Akustik geändert. Der nach unten strahlende Zehnzöller reicht bis 20 Hertz hinab und verlangt dafür einen kräftigen eigenen Kanal. Darüber verteilen vier kleine 4-Zoll-Konustieftöner die Mitten und vier eigene 0,75-Zoll-Kalotten die Höhen. Weil beide Ebenen mit je vier Treibern rundum angeordnet sind, bleibt der Klang aus jeder Richtung derselbe, ohne bevorzugte Blickachse. Das dreiwegige, bi-ampfähige System überträgt 20 Hertz bis 20 Kilohertz bei ±3 Dezibel und rund 89 Dezibel Wirkungsgrad. Der eigentliche Unterschied liegt im Unterbau: Statt eines Erdspießes trägt ein integriertes Pflanzgefäß den Lautsprecher, in das echte oder dekorative Pflanzen gesetzt werden können. Gehäuse und Kübel bestehen vollständig aus 5052-Marine-Aluminium und tragen die Schutzart IP66 gegen Staub und Strahlwasser. Angeschlossen wird wahlweise an 4 Ohm oder über eine 70-Volt-Linie mit Ringkerntransformator, sodass sich der Lautsprecher auch in verteilte Anlagen einfügt. Damit bleibt es anschlussfähig, falls später doch eine größere Installation entsteht. Ein Umzug in ein eigenes Haus macht die Anschaffung damit nicht wertlos.
Standfestigkeit prüfen und die Leitung sauber führen
Bei frei stehenden Lautsprechern verschiebt sich die Sorgfalt vom Graben auf das Aufstellen. Prüfen Sie zuerst den Untergrund: Terrassenplatten mit Gefälle, weiche Holzdecks oder unebene Fugen können ein hohes Gehäuse zum Kippeln bringen. Eine ebene, tragfähige Standfläche ist wichtiger als der schönste Platz. Bedenken Sie das Gewicht bei bepflanztem Aufsatz, gerade auf Dachflächen mit begrenzter Traglast. Führen Sie die Leitung nicht quer über den Laufweg, sondern entlang einer Kante, unter einer Fußleiste oder in einem flachen Kanal. Das ist bei einer nicht fest installierten Lösung der einzige Punkt, an dem sichtbare Technik entsteht. Wählen Sie für die Bepflanzung Gewächse, die nicht über den Rand hinaus in den Abstrahlbereich wachsen, und achten Sie darauf, dass beim Gießen kein Wasser dauerhaft im Gefäß steht. Nutzen Sie die Beweglichkeit: Probieren Sie zwei oder drei Standorte aus, bevor Sie sich festlegen, denn diese Möglichkeit ist der eigentliche Vorteil dieser Bauform. Nutzen Sie sie auch später, wenn sich Möblierung oder Gewohnheiten ändern. Ein Lautsprecher, den man versetzen darf, wird über die Jahre besser aufgestellt sein als einer, den man einmal festgelegt hat.
Technische Daten OMNI 109-4/70-P
| Bauart | Omnidirektionaler 360°-Landschaftslautsprecher mit integriertem Pflanzkübel (Planter, 3-Wege, bi-ampfähig) |
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| Treiber | ein 10" (254 mm) Aluminium-Subwoofer (nach unten strahlend), vier 4" (102 mm) Aluminium-Konustieftöner |
| Hochtöner | vier 0,75" (19 mm) Aluminium-Kalotten als eigenständige Treiber |
| Frequenzgang | 20 Hz – 20 kHz (±3 dB) |
| Belastbarkeit | Satelliten 50–250 W / Sub 500–1000 W; 70V-Abgriffe |
| Impedanz | 4 Ω oder 70-Volt-Betrieb |
| Wirkungsgrad | ca. 89 dB (2,83 V / 1 m) |
| Abmessungen | 304,8 × 767,8 × 304,8 mm (B × H × T) |
| Gitter und Oberfläche | 16 Standardfarben plus Sonderfarben |
| Schutzart | IP66 |
| Besonderheiten | Planter-/Pedestal-Variante zur Aufstellung ohne Erdreich; 5052-Marine-Aluminium; 70V mit Ringkerntransformator; bepflanzbar |
| Standardfarben |
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