Sonance LS6T/LS12T/AMP 8.2 – eine Leitung quer durch den ganzen Garten
Wer eine Gartenbeschallung plant, stolpert früher oder später über die Frage der Kabel. Bei gewöhnlichen Lautsprechern muss jeder Lautsprecher einzeln zum Verstärker zurückgeführt werden, und je länger der Weg, desto dicker muss die Leitung sein. Das Sonance LS6T/LS12T/AMP 8.2 umgeht dieses Problem. Acht große LS6T-Satelliten und zwei im Boden vergrabene 12-Zoll-Subwoofer hängen gemeinsam an einer einzigen Leitung, die durch den Garten läuft und an der jeder Lautsprecher abgreift, was er braucht. Diese 70-Volt-Technik stammt aus der Beschallung großer Gebäude und macht die Leitungslänge im privaten Garten praktisch zur Nebensache. Für Sie heißt das: ein Graben statt vieler, freie Wahl der Aufstellpunkte und die Möglichkeit, später einen weiteren Satelliten anzuhängen. Der DSP-Verstärker der 2-750-Reihe bringt die Abstimmung fertig mit. Damit eignet sich das System für weitläufige Grundstücke mit mehreren Aufenthaltsbereichen. Gefragt ist es auf weitläufigen Grundstücken mit mehreren Bereichen; auf kleineren genügt die 6.1-Stufe.
Warum lange Kabelwege hier kein Thema sind
Bei einer klassischen Wohnzimmeranlage arbeiten die Lautsprecher mit niedriger Spannung und hohem Strom. Das funktioniert auf drei Meter Kabel hervorragend und wird auf vierzig Meter zum Problem. Denn der Widerstand der Leitung verwandelt einen wachsenden Teil der Energie in Wärme, statt sie in Musik zu übersetzen. Im Garten sind vierzig Meter allerdings keine Ausnahme, sondern der Normalfall. Die 70-Volt-Technik löst das, indem sie das Signal auf eine höhere Spannung transformiert. Bei höherer Spannung fließt weniger Strom, bei weniger Strom fällt weniger auf der Leitung ab. Und plötzlich spielt es keine Rolle mehr, ob der letzte Satellit fünfzehn oder fünfzig Meter entfernt steht. Jeder Lautsprecher hat einen kleinen Übertrager eingebaut, der die Spannung wieder herunterholt und dabei gleichzeitig festlegt, wie viel Leistung er aus der Leitung zieht. Sie können also einem Satelliten am lauten Poolrand mehr zuteilen als einem im ruhigen Staudenbeet, ohne irgendetwas an der Verkabelung zu ändern. Praktisch bedeutet das eine einzige Leitung, die als Schleife oder als Strang durch den Garten läuft und an der alle acht Satelliten und beide Subwoofer der Reihe nach angeschlossen werden.
Große Grundstücke ohne tote Ecken
Der eigentliche Gewinn zeigt sich, wenn das Grundstück nicht mehr überschaubar ist. Ein Garten mit Terrasse am Haus, einer Liegewiese, einem Essplatz unter dem Baum und einem Sitzplatz an der hinteren Grenze hat vier Orte, an denen Musik ankommen soll. Und dazwischen Wege, auf denen sie nicht abreißen darf. Acht große LS6T-Satelliten decken diese Struktur ab, ohne dass Sie an einer Stelle aufdrehen müssen, damit es an einer anderen noch reicht. Weil jeder Lautsprecher seine Leistung aus der gemeinsamen Leitung bezieht, lässt sich der Pegel Punkt für Punkt an die Umgebung anpassen. Mehr, wo der Wind über die freie Fläche zieht, weniger, wo eine Hecke ohnehin abschirmt. Zwei vergrabene Subwoofer legen das Fundament darunter, und zwar an zwei Stellen, damit es auch am Rand des Grundstücks trägt. Für Sie entsteht daraus ein Garten ohne tote Ecken – Sie gehen mit dem Glas in der Hand nach hinten und die Musik bleibt dieselbe. Und weil jeder einzelne Lautsprecher leise spielen darf, bleibt der Gesamtpegel niedrig genug, dass die Nachbarschaft von Ihrem Abend deutlich weniger mitbekommt als von zwei aufgedrehten Boxen an der Hauswand. Für Sie ist das der Unterschied zwischen einer Anlage, die auffällt, und einer, die einfach da ist.
Acht LS6T, zwei Erdsubwoofer und die 2-750-Elektronik
Das System umfasst acht LS6T-Satelliten mit 6,5-Zoll-Chassis, zwei LS12T-Subwoofer für den senkrechten Erdeinbau und einen DSP-Verstärker der 2-750-Reihe. Die Satelliten reichen bis 55 Hertz hinunter, tragen ihren Grundton dadurch weit und dürfen entsprechend großzügig verteilt werden. Jeder steckt auf einem Erdspieß und lässt sich über ein schwenkbares Knie ausrichten. Die beiden Subwoofer verschwinden vollständig unter der Oberfläche; sichtbar bleibt nur ihre Abdeckung, die sich mit Rindenmulch oder Kies fast vollständig kaschieren lässt. Der Verstärker bringt Trennfrequenz, Entzerrung und Pegelverteilung ab Werk mit, sodass acht Satelliten und zwei Bassquellen als ein Instrument spielen statt als zehn einzelne Lautsprecher. Ein Detail, das in der Praxis viel wert ist: Weil alles an einer Leitung hängt, lässt sich das System später erweitern, ohne die Verlegung neu zu denken. Wenn hinten im Garten ein neuer Sitzplatz entsteht, hängen Sie dort einen weiteren Satelliten an – vorausgesetzt, Sie haben beim Verlegen ein Leerrohr bis dorthin mitgeführt. Genau deshalb lohnt es sich, die Leitung beim ersten Mal weiter zu ziehen, als Sie aktuell brauchen.
Was Sie vor dem ersten Spatenstich klären sollten
So gutmütig die Technik ist – der Tiefbau bleibt Handarbeit. Bevor gegraben wird, sollten drei Dinge feststehen. Erstens die Aufstellpunkte: Zeichnen Sie auf einem Gartenplan ein, wo Sie tatsächlich sitzen, gehen und stehen, und verteilen Sie die Satelliten danach, nicht nach geometrischer Symmetrie. Zweitens die Lage der beiden Subwoofergruben. Sie sollten nicht dort liegen, wo später ein Baum eingepflanzt wird oder ein Fundament entsteht, und der Aushub ist mit rund 74 Zentimetern Gehäusehöhe kein Loch, das man nebenbei sticht. Drittens der Leitungsweg. Führen Sie ihn in einem Leerrohr, kreuzen Sie Bewässerung und Stromkabel nicht auf gleicher Höhe und markieren Sie die Trasse in Ihrem Bestandsplan, damit in fünf Jahren niemand blind hineinsticht. Was dieses System dagegen nicht leistet: Es ersetzt keine Beschallung für Veranstaltungen mit Tanzfläche, und es macht auch aus einem Reihenhausgarten keinen sinnvollen Anwendungsfall – für kleine Flächen ist es schlicht zu groß dimensioniert. Wer die Fläche hat und die Erdarbeiten früh genug einplant, bekommt dafür eine Anlage, die zwei Jahrzehnte im Boden bleiben kann. Der Aufwand fällt einmal an, der Nutzen bleibt über die gesamte Lebensdauer des Gartens erhalten.
Technische Daten Landscape LS6T LS12T 8.2
| Bauart | Landscape-Gartenlautsprechersystem (große Satelliten + zwei vergrabene Subwoofer) |
|---|---|
| Treiber | 8 × LS6T-Satelliten (groß) + 2 × LS12T-Subwoofer (12", vergraben) |
| Hochtöner | Satelliten als Vollbereich mit Hochtöner |
| Frequenzgang | ca. 22 Hz – 20 kHz (±3 dB) · System: LS6T-Satelliten 55 Hz – 20 kHz + LS12T-Subwoofer 22 Hz – 100 Hz |
| Belastbarkeit | LS6T SAT 125 W max / 5 W min · LS12T SUB 375 W max / 50 W min |
| Impedanz | 70-Volt-Technik (Konstantspannung) |
| Wirkungsgrad | LS6T SAT 90 dB (2,83 V / 1 m) · LS12T SUB 91 dB (2,83 V / 1 m) |
| Einbautiefe | Subwoofer im Boden versenkt |
| Schutzart | Wetterfest, für dauerhaften Außeneinsatz |
| Besonderheiten | Konfiguration 8.2: 8 große Satelliten + 2 Subwoofer für weitläufige Grundstücke; DSP-Verstärker (2-750-Reihe) fertig abgestimmt |