Sonance LS6T/LS15T/AMP 8.2 – acht Satelliten und zwei große Erdsubwoofer, ganzjährig draußen
Das Sonance LS6T/LS15T/AMP 8.2 ist der größte Ausbau der Landscape-Reihe und für Grundstücke gedacht, auf denen alle kleineren Konfigurationen an Grenzen stoßen. Acht große LS6T-Satelliten verteilen sich über die Fläche, zwei 15-Zoll-Subwoofer stecken an getrennten Stellen im Erdreich, und ein DSP-Verstärker der 2-750-Reihe hält alles zusammen. Interessanter als die Zahlen ist aber, was mit einer solchen Anlage über die Jahre passiert: Sie bleibt draußen. Sie steht im Frost, wird von der Rasenbewässerung getroffen, bekommt im Herbst den Laubbläser ab und muss den Mäher überstehen, der jede Woche daran vorbeifährt. Genau darauf sind Gehäuse, Membranen und Abdeckungen ausgelegt. Für Sie heißt das: einmal einbauen, dann pflegen wie den Rest des Gartens. Kein Einlagern im Herbst, kein Wiederaufbau im Frühjahr, keine Diskussion darüber, ob die Anlage den Winter übersteht. Acht Aufstellpunkte und zwei Gruben wollen früh geplant sein. Gefragt ist es als Topstufe für sehr große Gärten mit mehreren Bereichen.
Was Frost, Rasenmäher und Laubbläser mit der Anlage machen
Ein Außenlautsprecher hat es schwerer als jeder Lautsprecher im Haus, und die meisten Ausfälle haben nichts mit Musik zu tun. Es beginnt mit dem Wasser. Regen ist der harmlose Teil; kritischer ist die Bewässerungsanlage, die im Sommer jeden Abend gezielt auf die Fläche sprüht, in der die Satelliten stehen. Dann kommt der Frost. Wo Feuchtigkeit in ein Gehäuse gelangt ist, sprengt sie im Winter Fugen auf, und im Frühjahr rauscht es. Die Landscape-Gehäuse sind deshalb versiegelt und nach IP66 gegen Strahlwasser geschützt, die Membranen mit einer Sicke aus Santoprene ausgestattet, die nicht wie Schaumstoff nach wenigen Jahren zerbröselt. Dazu kommt die Mechanik des Gartenalltags: Der Mäher fährt jede Woche vorbei, im Herbst bläst jemand mit dem Laubbläser durch die Beete, im Winter liegt Schnee darauf, und irgendwann stolpert ein Kind darüber. Ein Satellit auf Erdspieß darf all das abbekommen und sich danach wieder ausrichten lassen. Die beiden Erdsubwoofer sind ohnehin außer Reichweite, weil sie unter der Oberfläche sitzen. Was Sie an Pflege aufwenden müssen, ist überschaubar: gelegentlich das Gitter vom Laub befreien und im Frühjahr prüfen, ob ein Satellit schief steht.
Sehr große Flächen ohne Lautstärkesprünge
Auf einem weitläufigen Grundstück ist nicht die Lautstärke das Problem, sondern der Sprung dazwischen. Wer schon einmal über ein großes Anwesen gegangen ist, auf dem Musik läuft, kennt das Gefühl: Beim Lautsprecher wird es unangenehm laut, zehn Schritte weiter hört man nur noch Rauschen, und dazwischen liegt eine Zone, in der Gespräche schwierig werden. Acht große Satelliten und zwei tief reichende Bassquellen lösen das, indem die Abstände zwischen den Lautsprechern so gewählt werden, dass sich ihre Bereiche überlappen. Sie gehen dann vom Haus über die Terrasse, an der Pergola vorbei bis zur hinteren Sitzgruppe, und die Musik bleibt konstant. Kein Lautsprecher der Anlage spielt laut, aber alle zusammen füllen die Fläche. Die beiden 15-Zoll-Subwoofer an getrennten Stellen sorgen dafür, dass auch das Fundament überall trägt – ein einzelner großer Subwoofer würde auf dieser Fläche irgendwo eine Senke hinterlassen. Für den Alltag heißt das: Sie stellen die Lautstärke einmal ein und lassen sie stehen. Und weil an keiner Stelle aufgedreht wird, bleibt der Schall auf dem Grundstück, statt bei den Nachbarn zum Thema zu werden. Auf einem großen Grundstück ist das oft der wichtigere Gewinn als die reine Klangqualität.
Acht LS6T, zwei 15-Zoll-Erdsubwoofer und ein Verstärker
Der Ausbau umfasst acht LS6T-Satelliten, zwei LS15T-Subwoofer mit 15-Zoll-Chassis für den senkrechten Erdeinbau und einen DSP-Verstärker der 2-750-Reihe. Die Satelliten übernehmen Stimmen und Melodien, die beiden vergrabenen Subwoofer alles darunter, und zwar so tief, dass der Bass im Garten trägt. Verbunden ist alles über eine einzige durchlaufende 70-Volt-Leitung, an der jeder Lautsprecher seine Leistung abgreift. Dadurch bleibt der Verkabelungsaufwand trotz zehn Lautsprechern überschaubar, und die Länge der Trasse spielt keine Rolle. Im Verstärker sind Trennfrequenz, Entzerrung und Pegelverteilung bereits hinterlegt, sodass die beiden großen Bassquellen einander nicht in die Quere kommen. Die Subwoofergehäuse messen jeweils rund 54 mal 85 Zentimeter und verschwinden vollständig in ihren Gruben. An der Oberfläche bleibt je eine Abdeckung, die sich mit Kies oder Rindenmulch bis zur Unsichtbarkeit kaschieren lässt. Satelliten und Subwoofer sind nach IP66 gegen Strahlwasser und Staub geschützt und für den ganzjährigen Verbleib im Freien konstruiert; der Verstärker gehört dagegen ins Haus. Eingeräumt wird an dieser Anlage nichts – sie gehört zum Garten wie die Bewässerung.
Wann diese Ausbaustufe über das Ziel hinausschießt
So verlockend die Vollausstattung klingt: Sie passt nur auf wenige Grundstücke. Wenn Ihr Garten unter tausend Quadratmetern liegt oder das Außenleben sich im Wesentlichen auf Terrasse und angrenzende Rasenfläche beschränkt, werden Sie diese Anlage nie ausfahren. Und ungenutzte Reserve bringt Ihnen klanglich nichts. Dann sind die kleineren Konfigurationen die vernünftigere Wahl und ersparen Ihnen die zweite große Grube. Auch der Aufwand ist erheblich: Zwei Aushübe von jeweils rund einem Meter Tiefe, eine Kabeltrasse quer über das Grundstück und Lautsprecher, die niemand allein bewegt. Das gehört in die Phase, in der Bagger auf dem Gelände stehen, nicht in einen gewachsenen Garten. Wo kein Erdreich zur Verfügung steht – auf Dachgärten, über Tiefgaragen, in gepflasterten Innenhöfen – scheidet die Konfiguration ganz aus. Und schließlich: Auch dieses System ist auf gleichmäßige, angenehme Beschallung ausgelegt, nicht auf Veranstaltungspegel. Wer eine Tanzfläche im Garten beschallen will, braucht ein anderes Konzept. Wer dagegen ein großes Anwesen dauerhaft und unaufdringlich beschallen möchte, findet hier das Ende der Fahnenstange. Der Unterschied zeigt sich dann nicht an einem einzelnen Abend, sondern über die Jahre, in denen nichts nachgerüstet werden muss.
Technische Daten Landscape LS6T LS15T 8.2
| Bauart | Landscape-Gartenlautsprechersystem, Topausbau (große Satelliten + zwei vergrabene 15"-Subwoofer) |
|---|---|
| Treiber | 8 × LS6T-Satelliten (groß) + 2 × LS15T-Subwoofer (15", vergraben) |
| Hochtöner | Satelliten als Vollbereich mit Hochtöner |
| Frequenzgang | ca. 20 Hz – 20 kHz (±3 dB) · System: LS6T-Satelliten 55 Hz – 20 kHz + LS15T-Subwoofer 20 Hz – 100 Hz |
| Belastbarkeit | LS6T SAT 125 W max / 5 W min · LS15T SUB 500 W max / 50 W min |
| Impedanz | 70-Volt-Technik (Konstantspannung) |
| Wirkungsgrad | LS6T SAT 90 dB (2,83 V / 1 m) · LS15T SUB 98 dB (2,83 V / 1 m) |
| Einbautiefe | Subwoofer im Boden versenkt |
| Schutzart | Wetterfest, für dauerhaften Außeneinsatz |
| Besonderheiten | Topsystem 8.2 mit zwei großen 15"-Subwoofern für größte Flächen und maximalen Tiefgang; DSP-Verstärker (2-750-Reihe) |