Sonance LS12T SUB – Bass aus dem Boden, von dem nur eine Abdeckung zu sehen ist
Der Sonance LS12T SUB ist ein Lautsprecher, den Sie eingraben. Sein 12-Zoll-Chassis sitzt in einem zylindrischen Gehäuse von rund 43 Zentimetern Durchmesser und 74 Zentimetern Höhe, das senkrecht in eine ausgehobene Grube gestellt und wieder verfüllt wird. An der Oberfläche bleibt nur die Abdeckung, durch die der Bass nach oben tritt. Das ist ein flaches Gitter, das sich mit Rindenmulch, Kies oder bodendeckenden Stauden so weit kaschieren lässt, dass Besucher es übersehen. Sein Gehäuse aus Polyethylen wird senkrecht vergraben, die Abdeckung schließt bündig mit dem Boden ab. Damit liefert er das Fundament, das kleine Gartensatelliten nicht erzeugen können und das im Freien besonders fehlt, weil keine Wand den Tiefton zurückwirft. Über wählbare Abgriffe hängt er an derselben 70-Volt-Leitung wie die Satelliten. Das Gehäuse trägt IP66 und bleibt im Boden. Weil tiefe Töne kaum zu orten sind, genügt meist ein Subwoofer je Bereich. Gefragt ist er für eine Zone, die als Ganzes versorgt wird — für größere Flächen reicht der LS15T SUB tiefer.
Eine Grube, ein Gehäuse, ein Gitter
Der Einbau ist erstaunlich unspektakulär, wenn man ihn einmal gesehen hat. Sie heben eine Grube aus, die etwa 74 Zentimeter tief ist und knapp einen halben Meter Durchmesser hat. Dann setzen Sie das zylindrische Gehäuse senkrecht hinein und verfüllen ringsum, bis die Abdeckung bündig mit Rasen oder Beet abschließt. Fertig. Was danach zu sehen ist, ist ein flaches Gitter von der Größe eines Blumentopfuntersetzers – und selbst das lässt sich weiter kaschieren. Im Beet streuen Sie Rindenmulch bis an den Rand, auf einer Kiesfläche legen Sie den Kies bis heran, zwischen Bodendeckern wächst das Gitter nach einer Saison halb zu. Wichtig ist nur, dass die Abstrahlöffnung frei bleibt: Erde direkt darauf oder eine dicke Laubschicht dämpfen den Bass hörbar. Ein paar Zentimeter loses Material sind unproblematisch, eine festgetretene Schicht nicht. Rasenmähen funktioniert ohne Einschränkung, weil nichts übersteht. Was Sie vermeiden sollten, ist ein Standort in einer Mulde, in der sich nach jedem Gewitter das Wasser sammelt. Nicht weil das Gehäuse das nicht aushielte, sondern weil eine dauerhaft stehende Pfütze über der Öffnung den Klang verändert. Eine leicht erhöhte Stelle im Beet ist deshalb der bessere Standort als die tiefste Stelle im Rasen.
Bass, den man spürt, ohne die Quelle zu finden
Tiefe Töne haben eine Eigenschaft, die man sich im Garten zunutze macht: Man kann sie kaum orten. Während Sie bei einer Stimme oder einer Gitarre sofort sagen können, aus welcher Richtung sie kommt, funktioniert das beim Bass nicht mehr. Er ist einfach da, breitet sich flächig aus und wird eher im Körper gespürt als mit dem Ohr geortet. Genau deshalb funktioniert ein einzelner vergrabener Subwoofer für einen ganzen Gartenbereich, während man Satelliten verteilen muss. Und genau deshalb dürfen Sie den Standort danach wählen, wo sich die Grube am besten ausheben lässt, statt nach akustischer Symmetrie. Für Sie ändert sich damit das Hörerlebnis grundlegend. Ohne Subwoofer klingt eine Gartenanlage nach Radio: verständlich, aber ohne Substanz. Mit ihm bekommt Musik ihren Körper zurück, ein Kontrabass steht wieder im Raum, und ein Film auf der Leinwand im Garten hat wieder Gewicht. Das Bemerkenswerte daran ist, dass Besucher meist nicht sagen können, woher das kommt. Sie hören, dass es voll klingt, und sehen dabei nichts als Rasen und Beet. Genau diese Diskrepanz zwischen Gehörtem und Gesehenem ist es, die eine vergrabene Bassquelle so überzeugend macht.
Was der Zwölfzöller unter der Erde leistet
Im LS12T arbeitet ein 12-Zoll-Tieftöner aus Polypropylen mit einer Sicke aus Santoprene – ein Material, das im Gegensatz zu Schaumstoff nicht nach wenigen Jahren im Freien zerfällt. So tief, wie er ansetzt, nimmt man den Bass im Garten eher im Körper wahr als mit den Ohren; nach oben gibt er ab, sobald die Satelliten übernehmen können. Ein strömungsoptimierter Port sorgt dafür, dass die Luft bei hohem Pegel nicht anfängt zu rauschen. Das Gehäuse aus Polyethylen misst 431 Millimeter im Durchmesser bei 740 Millimetern Höhe und wiegt gut 25 Kilogramm. Es ist nach IP66 gegen Strahlwasser und Staub geschützt und ausdrücklich für den Verbleib im Erdreich konstruiert. Angeschlossen wird der Subwoofer über wählbare Abgriffe von 38, 75, 150 oder 300 Watt an dieselbe durchlaufende 70-Volt-Leitung, an der auch die Satelliten hängen. Ein eigener Kabelweg für den Bass entfällt damit. Über die Wahl des Abgriffs stellen Sie ein, wie kräftig der Subwoofer im Verhältnis zu den Satelliten arbeitet. Alternativ lässt er sich niederohmig an 8 Ohm betreiben. Damit passt er sowohl in eine reine Gartenanlage als auch in ein größeres Konstantspannungsnetz, das ohnehin über das Grundstück läuft.
Was beim Vergraben schiefgehen kann
Ein vergrabener Lautsprecher verzeiht Planungsfehler schlecht, weil man ihn nicht eben verschiebt. Drei Punkte lohnen deshalb einen zweiten Blick. Erstens der Untergrund: Wo Fels ansteht, wo der Grundwasserspiegel hoch liegt oder wo dicke Wurzeln verlaufen, wird aus der Grube schnell ein Tagesprojekt. Prüfen Sie das mit einem Spatenstich, bevor Sie sich auf eine Position festlegen. Zweitens die Nachbarschaft: Tiefe Töne wandern durch Zäune und Hecken, als wären sie nicht da. Setzen Sie den Subwoofer nicht direkt an die Grundstücksgrenze, sondern eher zur eigenen Mitte hin. Akustisch verlieren Sie dabei nichts, weil Bass ohnehin flächig wirkt, und Sie ersparen sich Gespräche mit dem Nachbarn. Drittens der Zeitpunkt: In einen fertigen, gewachsenen Garten zu graben bedeutet einen Eingriff, der eine Saison zum Verwachsen braucht. Wer ohnehin Bewässerung, Außenbeleuchtung oder eine neue Terrasse plant, sollte die Grube und das Leerrohr in derselben Phase mitdenken. Was der LS12T dagegen nicht ist: eine Lösung für Dachterrassen, Innenhöfe oder gepflasterte Flächen. Wo kein Erdreich zur Verfügung steht, brauchen Sie einen aufstellbaren Subwoofer. Der liefert denselben Tiefgang, verlangt dafür aber einen sichtbaren Platz an einer Wand oder in einer Ecke.
Technische Daten LS12T SUB
| Bauart | Vergrabener Gartensubwoofer, 12 Zoll (Landscape Series) |
|---|---|
| Treiber | 12" (305 mm) Polypropylen-Tieftöner mit Santoprene-Sicke |
| Frequenzgang | 22 Hz – 100 Hz (±3 dB) |
| Belastbarkeit | 375 W max / 50 W min (RMS) |
| Impedanz | 8 Ohm / 70 V (Abgriffe wählbar) |
| Wirkungsgrad | 91 dB (2,83 V / 1 m) |
| Einbautiefe | für senkrechtes Vergraben ausgelegt; schwenkbares Montagegelenk mit 1/2"-NPS-Gewinde für Satellitenlautsprecher |
| Abmessungen | Durchmesser 431 mm × Höhe 740 mm |
| Gewicht | 25,4 kg |
| Schutzart | IP66 (wetterfest, MIL-STD-810 für Feuchte) |
| Besonderheiten | Im Boden vergraben, nahezu unsichtbar; strömungsoptimierter Port; PE-Gehäuse; ergänzt die verteilten Satelliten |