Der Subwoofer, den man im Garten nicht sieht
Musik im Garten klingt ohne Bass dünn, und ein großer Lautsprecher auf der Terrasse ist selten erwünscht. Der Sonance SGS SUB löst beides auf dieselbe Weise: Er wird eingegraben. Sichtbar bleibt nur eine Haube, die kaum über den Boden ragt und zwischen Bepflanzung und Rindenmulch kaum auffällt. Darunter arbeitet ein Treiber mit 10 Zoll Durchmesser, der den Bereich von 35 bis 100 Hertz übernimmt, also genau den Teil, den die kleinen Satelliten nicht können. Das Ergebnis hört man sofort: Die Anlage wirkt voller und kann insgesamt leiser laufen, was auch die Nachbarschaft entlastet. Das Gehäuse besteht aus festem Kunststoff, der nicht rostet und dauerhaft im feuchten Erdreich liegen kann; die Schutzart IP66 gilt auch hier. Ausgraben muss man ihn nie wieder. Ein Subwoofer gehört zu vier bis fünf Satelliten; für einen Garten mit acht Satelliten genügt einer. Erweitern lässt sich die Anlage später auf zwei Subwoofer und sechzehn Lautsprecher. Gefragt ist er innerhalb dieser Anlage: Wer die Satelliten der Reihe setzt, setzt ihn dazu.
Warum ein eigener Lautsprecher für den Bass
Die kleinen Satelliten im Beet können vieles, aber keinen Bass. Dafür fehlt ihnen die Membranfläche, und daran ändert auch kein Verstärker etwas. Wer es trotzdem versucht und am Regler dreht, bekommt keinen tieferen Klang, sondern Verzerrung. Tiefe Töne brauchen ein großes Gehäuse, und genau das ist im Garten das Problem: Eine Kiste in der Größe eines Nachttischs will niemand auf der Terrasse stehen haben. Die Lösung ist so einfach wie wirkungsvoll. Das Gehäuse wandert in den Boden, und übrig bleibt eine Haube, die kaum über die Erde ragt. Zwischen Stauden, Rindenmulch oder im Rasenrand fällt sie kaum auf, und wer nicht weiß, dass dort ein Lautsprecher sitzt, wird ihn nicht als solchen erkennen. Der Treiber darunter misst 10 Zoll, also gut 25 Zentimeter, und hat zwei Schwingspulen. Das klingt technisch, hat aber einen einfachen praktischen Grund: Damit nimmt ein einziger Subwoofer beide Kanäle der Anlage ab, und es wird kein zweiter Subwoofer gebraucht. Dass ein einziger Subwoofer für beide Seiten genügt, hat einen einfachen Grund: So tiefe Töne kann das Ohr keiner Richtung zuordnen. Wo der Bass herkommt, hört man ohnehin nicht, und deshalb wäre ein zweiter Subwoofer für die zweite Seite reine Verschwendung. Erst bei sehr großen Flächen kommt ein zweiter dazu, und dann nicht wegen der Stereowirkung, sondern wegen der Reichweite.
Was sich dadurch hörbar ändert
Der Unterschied zeigt sich nicht als Dröhnen, sondern als Ruhe. Eine Gartenanlage ohne Bass klingt dünn, und man dreht unwillkürlich lauter, um den fehlenden Körper auszugleichen. Genau das macht es für alle Beteiligten unangenehm: für die Gäste am Tisch, weil Gespräche schwerer fallen, und für die Nachbarn, weil Höhen und Mitten über das Grundstück tragen. Kommt der Bass dazu, wirkt dieselbe Musik bei deutlich geringerem Pegel vollständig. Der Subwoofer deckt den Bereich von 35 bis 100 Hertz ab, die Satelliten übernehmen ab 80 Hertz nach oben. Die beiden Bereiche überlappen ein Stück weit, und das ist beabsichtigt, weil der Übergang dadurch weich wird. Im Garten gibt es keine Wände, an denen sich der Schall sammelt; umso wichtiger ist es, dass dieser Übergang stimmt und nicht an einer Stelle des Grundstücks hörbar auseinanderfällt. Hinzu kommt, dass der Subwoofer von Haus aus etwas lauter spielt als die Satelliten. Das ist beabsichtigt, weil der Bass im Freien schneller verlorengeht als in einem Zimmer, wo ihn die Wände zusammenhalten. Im Garten fehlt dieser Effekt vollständig, und was drinnen zu viel wäre, ist draußen gerade richtig.
Eingraben und dann vergessen
Der Einbau ist Erdarbeit, aber keine komplizierte. Es braucht eine Grube und einen Graben für die Leitung. Wichtig ist vor allem die Wahl der Stelle: Der Subwoofer gehört nicht in eine Senke, in der nach Regen das Wasser steht. Das Gehäuse ist versiegelt und hält Feuchtigkeit aus, aber dauerhaft stehendes Wasser ist eine andere Belastung als feuchte Erde. Der Untergrund in der Grube sollte eben sein und frei von großen Steinen, damit der Korpus gleichmäßig aufliegt und sich über die Jahre nicht schief setzt. Nach dem Einsetzen wird die Tiefe so eingestellt, dass die Haube über dem fertigen Boden bleibt, denn aus ihr tritt der Schall aus. Sie darf später nicht mit Erde oder Rindenmulch bedeckt werden, auch nicht versehentlich beim Auffüllen eines Beetes. Mit 19 Kilogramm ist das Gehäuse schwer genug, dass sich das Einsetzen zu zweit empfiehlt und der Anschluss besser vorher vorbereitet wird. Zwei Dinge sind beim Verfüllen zu beachten. Die Erde sollte rundherum gleichmäßig eingebracht und leicht verdichtet werden, damit das Gehäuse nicht nachsackt. Und die Haube muss am Ende frei stehen; wird sie beim Auffüllen eines Beetes später einmal überdeckt, bleibt der Bass aus, und die Ursache sucht man an ganz anderer Stelle.
Was danach noch zu tun ist
Eigentlich nichts. Der Subwoofer bleibt dort, wo er einmal liegt, und zwar das ganze Jahr. Die Schutzart IP66 steht für staubdicht und geschützt gegen starken Wasserstrahl, und das Gehäuse aus hochdichtem Polyethylen kann nicht rosten. Ein Ausbau im Herbst ist nicht vorgesehen und wäre auch kaum praktikabel. Der Anschluss erfolgt nicht über ein eigenes Kabel vom Verstärker, sondern der Subwoofer wird einfach in die durchlaufende Leitung eingeschleift, die ohnehin von einem Satelliten zum nächsten führt. Er kann deshalb an der Stelle liegen, an der sich die Grube am leichtesten ausheben lässt, und muss weder in der Mitte des Gartens noch nahe am Haus sitzen. Für die Auslegung gilt eine einfache Regel: ein Subwoofer auf vier bis fünf Satelliten. Ein Garten mit acht Satelliten kommt also mit einem aus; wer später auf sechzehn Lautsprecher erweitert, ergänzt einen zweiten. Der einzige Punkt, an den man über die Jahre denken sollte, ist diese Haube. Bodendecker wachsen darüber, Laub sammelt sich davor, und beim Neuanlegen eines Beetes gerät sie leicht in Vergessenheit. Es hilft, die Stelle einmal zu fotografieren und das Bild zu den Unterlagen des Hauses zu legen.
Technische Daten SGS SUB
| Bauart | Vergrabener Erdsubwoofer, 10 Zoll, für die Gartenbeschallung (Garden Series), niederohmig |
|---|---|
| Treiber | 10" (254 mm) Doppelschwingspulen-Treiber, Polypropylen mit Santoprene-Sicke |
| Frequenzgang | 35 Hz – 100 Hz (±3 dB), Trennfrequenz zu den Satelliten 100 Hz |
| Belastbarkeit | 200 W |
| Impedanz | 8 Ohm nominal je Schwingspule |
| Wirkungsgrad | 90 dB (2,83 V / 1 m) |
| Abmessungen | 630 mm × 381 mm (24,8" × 15") |
| Gewicht | 19 kg (Versandgewicht) |
| Schutzart | IP66 (wetterfest, dauerhafter Außeneinsatz) |
| Besonderheiten | Lieferumfang ein Erdsubwoofer; wird vergraben, oberirdisch bleibt nur die Haube sichtbar; nimmt an beliebiger Stelle der Lautsprecherkette beide Kanäle ab; vorgesehen ist ein Subwoofer je vier bis fünf Satelliten, Flächenabdeckung bis rund 325 m², Ausbau auf zwei Subwoofer möglich |