ST8-4
Vergrabener 8"-Erdsubwoofer, 4-Ohm-Ausführung (Compression-Bandpass)
Ein Tieftonerzeuger, der im Boden steckt, hat es schwerer als jeder andere Lautsprecher einer Anlage. Er steht dauerhaft in feuchter Erde, wird im Winter von Frost umschlossen, im Sommer von Wärme und Wurzeln umgeben, und niemand wird ihn zur Wartung eben herausholen. Genau deshalb ist bei dieser Reihe der Werkstoff keine Nebensache: Im Inneren arbeitet ein Aluminiumchassis mit großer Auslenkung, umschlossen von einem abgedichteten Korpus aus stranggepresstem Aluminium, dem die Jahre im Boden nichts anhaben. Die Bauweise heißt Compression-Bandpass: Das Gehäuse presst die Energie nach oben heraus, weshalb ein überschaubares Volumen ein tragfähiges Fundament ergibt. Gesetzt wird der Lautsprecher in eine vorbereitete Grube und weitgehend mit Erde bedeckt – oben bleibt lediglich ein flacher Abschluss, der mit Rasen oder Beet abschließt. Was Sie hören, scheint aus dem Boden selbst aufzusteigen, und was Sie sehen, ist nichts. Für den Garten ist das die entscheidende Eigenschaft, denn dort fehlt Satellitenlautsprechern von Natur aus genau das, was ein Subwoofer im Freien sonst nur mit sichtbarer Bauform liefern könnte. Für Planer und Architekten eröffnet die verborgene Bauform gestalterische Freiheit, weil kein Standgehäuse die Fläche belegt.
Vergrabener 8"-Erdsubwoofer, 4-Ohm-Ausführung (Compression-Bandpass)
Vergrabener 8"-Erdsubwoofer, 70/100-Volt-Ausführung (Compression-Bandpass)
Vergrabener 10"-Erdsubwoofer, 4-Ohm-Ausführung (Compression-Bandpass)
Vergrabener 10"-Erdsubwoofer, 70/100-Volt-Ausführung (Compression-Bandpass)
Vergrabener 12"-Erdsubwoofer, 4-Ohm-Ausführung (Compression-Bandpass)
Vergrabener 12"-Erdsubwoofer, 70/100-Volt-Ausführung (Compression-Bandpass)
Vergrabener 15"-Erdsubwoofer, 4-Ohm-Ausführung (Compression-Bandpass)
Vergrabener 15"-Erdsubwoofer, 70/100-Volt-Ausführung (Compression-Bandpass)
Vergrabener 21"-Erdsubwoofer (Direktvergrabung, Compression-Bandpass)
Die Auswahl unter den vergrabenen Modellen ist im Kern eine Abwägung zwischen Ergebnis und Erdarbeit, und sie fällt leichter, wenn Sie das offen so betrachten. Fünf Treibergrößen stehen zur Wahl, und mit jeder Stufe wachsen Tiefgang und Reserve – aber eben auch das Volumen der Grube. Für kleinere Flächen und eine dezente Anlage ist der ST8 mit Acht-Zoll-Chassis der Einstieg, der ST10 rückt eine Stufe höher. Und der ST12 trifft für den Großteil gehobener Vorhaben die Balance aus Tiefgang, Pegel und noch überschaubarem Aushub. Darüber liefern der ST15 und der ST21 Tiefbass in einer Dimension, die im Freien sonst kaum erreichbar ist und bis in den Bereich um 18 Hertz hinabreicht. Dafür verlangt vor allem das Spitzenmodell eine Grube, die man nicht nebenbei aushebt. Die zweite Entscheidung betrifft die Anlagenstruktur und steckt im Kürzel: Die Ausführungen mit 4 Ohm hängen direkt an einem kräftigen Verstärker und versorgen eine klar umrissene Zone, die 70-Volt-Ausführungen sind für verteilte Linien gedacht. Beim Spitzenmodell entfällt diese Wahl. Für den Endkunden zählt am Ende nur das Ergebnis: sauberer, tiefer Bass, der zur Größe des Grundstücks passt.
Damit ein vergrabener Tieftonerzeuger sein Versprechen einlöst, gehören zwei Dinge dazu, die man leicht übersieht. Das erste ist die Endstufe: Alle Modelle arbeiten passiv und brauchen einen eigenen Verstärker; herstellerseitig ist dafür etwa der RS1000 vorgesehen. Rechnen Sie dessen Platz, Anschluss und die Leitungswege von Anfang an mit ein, denn im Garten fallen die Strecken länger aus als im Haus. Das zweite ist die Abstimmung auf die Satelliten: Trennfrequenz und Pegel entscheiden darüber, ob der Bass zum übrigen Klangbild passt oder als eigenständiges Ereignis auffällt. Und dann die ehrliche Einordnung: Im Freien fehlen die Wände, die drinnen den Bass stützen, weshalb ein Lautsprecher, der im Wohnzimmer beeindruckt, draußen deutlich zurückhaltender wirkt. Planen Sie deshalb eher großzügig und setzen Sie der Lautsprecher möglichst nah an die Sitzbereiche statt an den Rand des Grundstücks. Ein praktischer Vorteil zum Schluss: Weil die Gruben der kleineren Modelle kompakt ausfallen, lassen sich viele davon auch nachträglich in einen bestehenden Garten einbringen. Bleibt der Sonderfall für Flächen, unter denen sich nicht graben lässt.
Nicht jede Fläche lässt sich aufgraben. Auf einer Dachterrasse, in einem gepflasterten Innenhof, über einer Tiefgarage oder in einem Mietobjekt ist eine Grube schlicht keine Option. Und genau dafür nimmt der DF-10 innerhalb dieser Reihe eine Sonderrolle ein. Statt in einer Grube zu sitzen, liegt er flach auf dem Boden. Seine Bauhöhe von rund 98 Millimetern genügt, um ihn unter ein Sofa, einen niedrigen Tisch oder eine Sitzbank zu schieben. Ebenso an eine geschützte flache Stelle im Freien. Abgestrahlt wird nach unten, und der Untergrund verteilt den Ton, ohne dass irgendwo eine Richtung oder ein sichtbarer Lautsprecher hervortritt. Als Chassis arbeitet ein Zehnzöller mit Honeycomb-Membran und Santoprene-Beschichtung, der bis 27 Hertz hinabreicht und 500 Watt an acht Ohm verträgt. Sein geschlossenes Gehäuse aus Marine-Aluminium ist für innen, außen und den Einsatz auf dem Wasser freigegeben. Reicht ein Lautsprecher nicht, lassen sich zwei koppeln. Wo also jeder Zentimeter Bauhöhe zählt und ein Aushub ausscheidet, liefert dieser Sonderfall dennoch spürbaren Tiefbass – und macht die Reihe auch für Situationen brauchbar, die sonst leer ausgingen. Damit bleibt die Reihe auch für Situationen brauchbar, in denen ein klassischer Aufbau von vornherein ausscheidet. So wächst aus einer offenen Fläche eine Anlage, deren Fundament niemand sieht.